Bei der Auktion alter Kunst im Kölner Auktionshaus Lempertz erzielte ein Andachtsbild mit der Darstellung der betenden Maria aus der Sammlung Bischoff einen internationalen Rekordpreis: Für 1,58 Millionen Euro brutto wechselte das seltene Werk, das der Antwerpener Meister Quinten Massys um 1520 schuf, den Besitzer. Mit Spannung erwartet wurde zudem der Aufruf von Georges de La Tours „La Fillette au braisier“ von 1646, das ebenfalls aus der Sammlung des Gründers der Airline Germania stammt. Das Nachtbild erfüllte die Erwartungen, die man bei Lempertz in das zauberhaft zeitlos wirkende Werk gesetzt hatte: Bei 3,6 Millionen Euro fiel der Hammer. Das ist der höchste Preis, der seit 2018 auf einer Auktion in Deutschland erzielt wurde.
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Eine der Hauptattraktionen der Auktion Wertvolle Bücher am 30. November bei Ketterer Kunst in Hamburg war ein ursprünglich als Navigationsbuch konzipierter Seeatlas von Lucas Janszoon Waghenaer. Das Speculum nauticum super navigatione maris entstand 1586 in Leiden. Es ist die erste lateinische Ausgabe des seltenen Buches. Geschätzt auf 135.000 Euro, erzielte es im Evening Sale schließlich 325.000 Euro und ging an einen Telefonbieter aus England.
Mehr…Museale Meisterwerke im Angebot bei Grisebach: zu den Höhepunkten im Bereich Moderne Kunst zählen Georg Tapperts „Geisha-Revue“ sowie Otto Dix‘ „Zirkusscene“ und herausragende Werke von Feininger, Jawlensky, Magritte oder Nolde. Die Zeitgenössische Kunst kann mit Spitzenwerken von Karin Kneffel, Marlene Dumas/Bert Boogard und Per Kirkeby aufwarten.
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Ungeahnter Favorit: Bei der Herbstauktion mit Kunstgewerbe im Kölner Auktionshaus Lempertz gehörten eigentlich die Möbel von Abraham und David Roentgen zu den Highlights. Beliebt waren allerdings auch filigranere Stücke, wie die blaue Glasflasche mit Diamantgravur aus dem 17. Jahrhundert. Die Flasche im Blütendekor stammt aus den Niederlanden und erzielte mit 45.000 Euro (inklusive Aufgeld) fast das Zehnfache der Taxe.
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Gian Giacomo Caprotti, genannt Salaì, war ein Schüler und einer der engsten Vertrauten Leonardo da Vincis. Schon als Zehnjähriger kam er in die Werkstatt des Meisters. Die „Bußfertige Madonna“, entstanden zwischen 1515 und 1520, konnte erst vor Kurzem dem Leonardo-Weggefährten eindeutig zugeschrieben werden. Bei Artcurial in Paris erzielte das Gemälde nun mit 1,7 Millionen Euro (inklusive Aufgeld) das 11-Fache seiner Taxe – und einen Weltrekord für Salaì.
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Goldene Sensation: Die wohl bekannteste römische Münze, ein Denar des Brutus mit der abgekürzten Aufschrift EID MAR für die Iden des März, verweist auf die Ermordung Cäsars und bildet mit dem Kopf von Brutus auf der Vorderseite einen der Attentäter ab, auf der Rückseite zwei Messer und – als Symbol für Freiheit – ein Pileus, die Filzkappe freigelassener Sklaven im alten Rom. Nur drei Exemplare sind in goldener Ausführung bekannt und schon die deutlich häufigeren Silbermünzen erreichen regelmäßig Rekordpreise. Jetzt hat das Londoner Auktionshaus Roma Numismatics mit einem Zuschlag von 2,7 Millionen Pfund einen neuen Rekord für eine antike Goldmünze erzielt.
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