Auktionen

Yves Siebers, polnische Kunst, 24./25. März

Die Versteigerung von Werken polnischer Künstler der Münchner Schule bei Siebers übertraf alle Erwartungen. Zu den 19 marktfrischen Arbeiten gehörte das Aquarell „Die Ziehharmonika“ von Julian Falat, das seine Schätzung weit hinter sich ließ. Mit einem Limit von 5000 Euro stieg das Werk im Stuttgarter Auktionshaus auf 180.000 Euro. Zum Œuvre des 1853 geborenen Malers und Aquarellisten gehören romantische Naturstudien, Historienbilder und Stillleben. Ab 1889 war er in Berlin am Hof des Kaisers Wilhelm II. beschäftigt. In seinem Spätwerk näherte sich Falat zunehmend der Malweise des französischen Impressionismus an.

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Auktionen

Christie’s, Fotografie, 6. April

Von Man Rays berühmter Fotografie „Le Violon d’Ingres“ gibt es nur ein einziges Original aus dem Entstehungsjahr 1924. Akzeptiert sind außerdem zwei kleine Abzüge (14,6 x 10,8 cm) aus den Fünfzigerjahren. Eine davon kam bei Christie’s in der New Yorker Fotografie-Auktion zum Aufruf. Mit seiner erstklassigen Provenienz aus der Sammlung der Schauspielerin Sharon Stone erzielte das Werk inklusive Aufgeld 475.000 Dollar. Abgebildet ist die damalige Geliebte und Muse Man Rays, Künstlerin Alice Prin, bekannt als „Kiki de Montparnasse“. Das Motiv wurde zum ersten Mal im Juni 1924 in André Bretons auf Dada und Surrealismus spezialisierter Zeitschrift Littérature veröffentlicht. 

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Rekord für Bernini

Actéon, Rekord für Bernini, 20. März

Eine Zeichnung des italienischen Künstlers Gian Lorenzo Bernini hat beim französischen Auktionshaus Actéon in Compiègne einen neuen Rekord erzielt. Mit einem Hammerpreis von 1,55 Millionen Euro kam das Blatt auf ein Vielfaches seiner Schätzung. Bernini gehört zu den einflussreichsten Persönlichkeiten der italienischen Kunst des Barock. Die rote Kreidezeichnung wurde dem Bildhauer erst vor kurzem zugeschrieben und ist eine seiner wenigen Aktzeichnungen. Sie entstand zwischen 1630 und 1640 und zeigt einen muskulösen nackten Mann, der auf einem Felsvorsprung sitzt. Nun ist sie, laut Auktionator Le Coënt, im Besitz eines anonymen Bieters außerhalb Frankreichs.

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Beeples „Everydays: First 5000 Days“

Christie’s, NFT-Rekord für „First 5000 Days“

Christie’s hat in einer Online-Auktion das rein digitale NFT-Kunstwerk „Everydays: The First 5000 Days“ des Künstlers Beeple für mehr als 69 Millionen Dollar versteigert. Ein Rekord in vielerlei Hinsicht! 22 Millionen Besucherinnen und Besucher waren in den letzten Minuten bei dem Single-Lot-Sale von Christie’s dabei, zwei Drittel davon jünger als 40 Jahre. Das Werk besteht aus 5000 digitalen Einzelbildern, die der Künstler über einen Zeitraum von mehr als 13 Jahren geschaffen hat. Und der 1981 geborene Beeple ist nun nach David Hockney und Jeff Koons der teuerste lebende Künstler. Meistbietender war am Schluss der Investor MetaKovan aus Singapur, dessen Firma Metapurse einen Fonds für Kryptowährungen betreibt. Die spektakuläre Auktion, die ohne Taxe mit einem Startgebot von 100 Dollar begann, war auch die erste, bei der Christie’s Kryptowährung als Zahlungsmittel zugelassen hat.

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Auktionen

Christie's, Rekord für Winston Churchill, 1. März

Ein Gemälde von Winston Churchill hat bei Christie’s in London den sensationellen Hammerpreis von 7 Millionen Pfund erzielt. Das große Interesse am „Turm der Koutoubia-Moschee“ von 1943 hängt mit der glamourösen Provenienz des Bildes und der historischen Bedeutung seines Malers zusammen. Churchill schuf das Werk in Marrakesch kurz vor der Casablanca-Konferenz, auf der die Alliierten das Kriegsziel der bedingungslosen Kapitulation Hitler-Deutschlands formulierten. Der britische Premierminister schenkte es dem amerikanischen Präsidenten Franklin D. Roosevelt als Geste der Freundschaft zwischen ihren beiden Nationen während des Zweiten Weltkriegs. Später erwarb es über Umwege das Hollywood-Traumpaar Angelina Jolie und Brad Pitt. Nach der Trennung der beiden Im Jahr 2016 fiel das Bild an Jolie, die es nun bei Christie’s einlieferte.

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Auktionen

Ressler, Auktion 16, 22. Februar

„Rainy“ heißt Kiki Kogelniks Farbserigrafie, die 1977 in einer Auflage von 300 Stück entstand. Im Februar konnte ein Exemplar bei Ressler in Wien seine Schätzung fast verdoppeln: Bei 2800 Euro fiel der Hammer. Der Höchstpreis für ein Leinwandbild der einfallsreichen österreichischen Pop-Künstlerin liegt bei 130.000 Euro.

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