Rekord für Constantin Brancusi! Die vergoldete Bronze „Danaïde“ (um 1913) kam als Teil der Sammlung des legendären New Yorker Verlegers S. I. Newhouse bei Christie’s im Rockefeller Center zur Auktion und erzielte einen Rekordpreis von 93 Millionen Dollar. In Berlin läuft die große Brancusi-Schau noch bis 9. August in der Neuen Nationalgalerie.
Mehr…Die Schönheit liegt in der Einfachheit – und in der groß gemusterten Stofftapete. Henri Matisse malte „La Chaise lorraine“ mit einem Teller Pfirsichen im Jahr 1919. Ein Bietergefecht in der New Yorker Abendauktion bei Sotheby’s trieb den Preis weit über die geschätzten 25 Millionen Dollar – der Hammer fiel schließlich bei 41,5 Millionen Dollar.
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Carla Accardi, 1924 in Sizilien geboren, 2014 in Rom gestorben, schuf das doppelseitige Gemälde „Fonda notte“ (side a.)/„Pieno giorno“ (side b.) 1986 in Form eines Paravents. Das Wiener Dorotheum versteigerte das Werk für 400.000 Euro – das Zehnfache der Taxe. Ein Höchstpreis für die abstrakte Künstlerin.
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Seit vielen Jahren ist das Kölner Auktionshaus Breker auf historische technische Geräte wie Schreibmaschinen, Telefone und Chronometer spezialisiert. Mit einem feinen Gespür für diese Raritäten und Liebhaberstücke bringt das Haus regelmäßig Sammlerinnen und Sammler aus aller Welt zusammen. Besonders großes Interesse weckte bei der Auktion am 13. September eine außergewöhnliche Hand-Luftbildkamera des schwedischen Herstellers Hasselblad mit Sitz in Göteborg. Es handelte sich um das Modell HK 7 aus dem Jahr 1941. Diese präzise gefertigte Kamera, einst für militärische Zwecke entwickelt, zog die Aufmerksamkeit vieler Bieterinnen und Bieter auf sich – nicht zuletzt wegen ihres verführerisch niedrigen Startpreises von lediglich 900 Euro, der schnell zu einem spannenden Wettbieten führte. Am Ende fiel der Hammer bei beachtlichen 32.000 Euro!
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Mit der PIN-Benefizauktion am 15. November feiern die Freunde der Pinakothek der Moderne ihr 60-jähriges Jubiläum. Und wieder stehen herausragende zeitgenössische Werke zum Bieten bereit. Die Raster, Zellen und Verbindungslinien von Neo-Geo-Künstler Peter Halley, Jahrgang 1953, sind keine leeren Formen, sondern visualisieren Denkmodelle. In „Dada Ji“ übersetzt er soziale Strukturen, inspiriert von Foucault und Baudrillard, in leuchtende Flächen und thematisiert dabei Zugehörigkeit sowie Isolation. Der Titel der Arbeit referiert auf das hinduistische Wort für den Großvater väterlicherseits. Die farbenfrohe Gesellschaftstheorie des einflussreichen Konzeptmalers wird der preisliche Spitzenreiter der Auktion. Der Freundeskreis erwartet mindestens 140.000 Euro für das 173 mal 162 Zentimeter große Unikat aus dem Jahr 2005.
Mehr…Strandkörbe, Meer und Sonnenschein: Menschen bei der Sommerfrische sind ein beliebtes Motiv des deutschen Künstlers Hans Ticha – auch auf der 51. Ahrenshooper Kunstauktion. Dort übertraf das Ölgemälde „Strandkorb mit roter Figur“ aus dem Jahr 2019 seine Taxe von 4600 bis 6500 Euro – und erzielte einen Hammerpreis von 10.000 Euro. Das Werk steht beispielhaft für Tichas späte Phase, in der er seine Themen und Farben noch freier, spielerischer und zugleich konzentrierter einsetzt. Der Erfolg des Gemäldes zeigt, wie sehr seine Kunst heute geschätzt wird: als Verbindung von gesellschaftlicher Beobachtung, formaler Präzision und unverwechselbarer Farbfreude. Hans Ticha, einer der wenigen Popkünstler der DDR, ging mit knallbunten Farben und radikaler Formvereinfachung seinen eigenen Weg. Bekannt wurde er durch diese stilisierte, farbintensive Bildsprache, die Einflüsse von Grafikdesign und sozialistischer Alltagskultur vereint. In der DDR arbeitete er zunächst als Gebrauchsgrafiker, fand aber bald zu einer Malerei, die mit klaren Formen, kräftigen Farben und ironischer Distanz gesellschaftliche Themen kommentierte. Trotz staatlicher Restriktionen entwickelte Ticha eine unverwechselbare Ästhetik, die zugleich humorvoll und kritisch blieb.
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