Rekord für Leonardo-Zeichnung

Christie’s, Bärenkopf von Leonardo, 8. Juli

Klein, aber wertvoll: Bei der Altmeisterauktion von Christie’s in London erzielte eine nur sieben mal sieben Zentimeter große Zeichnung eines Bärenkopfes von Leonardo da Vinci einen neuen Rekordpreis für den Renaissance-Meister. Die signierte Silberstiftzeichnung von 1480 ist eines der wenigen Blätter von Leonardo, die sich noch in Privatbesitz befinden. Für 8,8 Millionen Pfund wechselte das mehr als 500 Jahre alte Werk nun den Besitzer und erreichte damit den höchsten Preis, der jemals für eine seiner Zeichnungen gezahlt wurde. Zuletzt wurde 2001 eine Zeichnung für 7,4 Millionen Pfund versteigert.

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5,4 Millionen Dollar fürs World Wide Web

Sotheby’s, WWW-Quellcode als NFT, 30. Juni

Vor drei Monaten waren sie der letzte Schrei am Kunstmarkt, jetzt reden viele schon vom Ende des Hypes um die NFTs. Doch dieses Non-fungible Token ist etwas Besonderes: Sotheby’s hat ein Stück Programmiersprache aufgerufen, das ein neues Zeitalter einläutete: Sir Tim Berners-Lees Quellcode für das World Wide Web. Damit schuf der britische Physiker vor mehr als drei Jahrzehnten die Grundlage für die Digitalisierung unserer Welt, die noch immer rasant fortschreitet. Der Code an sich blieb ganz im Sinne seines Erschaffers Public Domain, das heißt öffentlich nutzbar. Doch sein NFT mit Zeitstempel von 1989, ergänzt um einen Brief Tim Berners-Lees und eine animierte Visualisierung, ging nun für 5,4 Millionen Dollar in private Hand.

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Legendäre Briefmarke

Auktionshaus Gärtner, Rekordpreis für Rote Mauritius

Ein Traum für jede Briefmarkensammlung: Mit großer Spannung und einer Schätzung von vier Millionen Euro wurde die Versteigerung der „Roten Mauritius“ in dem auf Philatelie spezialisierten Auktionshaus Christoph Gärtner in Bietigheim-Bissingen bei Ludwigsburg erwartet. Die höchst seltene Briefmarke klebt auf dem Umschlag einer Einladung zum Ball von Lady Glomm, der Frau des Gouverneurs von Mauritius, der im Jahr 1847 stattfand. Neben diesem Briefumschlag sind nur zwei weitere Exemplare bekannt, das eine gehört der englischen Königin, das andere der British Library in London. Das internationale Interesse entfachte ein Bietgefecht, das erst bei einem Hammerpreis von 8,1 Millionen Euro endete, das sind mit Aufgeld 10.629.921,26 Euro – ein Rekord für diesen Briefumschlag.

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Yamantaka-Statue bei Nagel

Nagel, Rekord für chinesische Bronze, 23. Juni

Die kaiserliche Figur des Vajrabhairava aus feuervergoldeter Bronze ist durch eine Inschrift auf das Jahr 1473 datiert und war ein Geschenk an Kaiser Chenghua zu seinem 26. Geburtstag. Mit Sockel ist sie 94 Zentimeter hoch und bringt stolze 169 Kilogramm auf die Waage. Das Stuttgarter Auktionshaus Nagel rechnete mit mindestens einer Million Euro, doch das Interesse an der Bronze war so groß, dass sie schließlich für 14.070.000 Euro (inkl. Aufgeld) verkauft wurde. Der höchste Preis, der je in einem deutschen Auktionshaus erzielt wurde!

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Weltrekord für Sempé

Artcurial, Weltrekord für Sempé, 19. Juni

Die Zeichnungen von Jean-Jacques Sempé vermitteln viel feinen Humor und Frankreichgefühl. Artcurial widmete dem Zeichner nun erstmalig eine komplette Auktion. Für das Cover „4th of July“, welches Sempé für den „New Yorker“ zum amerikanischen Nationalfeiertag 1987 zeichnete, rechnete das Pariser Auktionshaus mit 30.000 Euro. Das kleine Aquarell mit Tuschezeichnung verdoppelte seine Schätzung und wurde für 66.979 Euro (inklusive Aufpreis) verkauft. Ein voller Erfolg!

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Rekordpreis für Franz W. Seiwert

Grisebach, Sander Collection, 10. Juni

In seiner privaten Kunstsammlung vereinte der Porträtfotograf August Sander hauptsächlich Arbeiten seiner Freunde. Bei der Versteigerung der „Sander Collection“ im Berliner Auktionshaus Grisebach erzielte das „Wandbild für einen Fotografen“ von Franz Wilhelm Seiwert nun einen Weltrekord für den Künstler. Der avantgardistische Maler und Bildhauer der Zwanzigerjahre schuf das kubistische Gemälde als Freundschaftsbild für den Fotografen. Mit 1.225.000 Euro (inklusive Aufgeld) verdoppelte es bei Grisebach seinen Schätzpreis.

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