Nachdenklich: Die melancholische Stimmung des Ölbilds der texanischen Künstlerin Emily Mae Smith passt zur aktuellen Ruhe des Lockdowns. 2018 wurde „Alien Shores“ taufrisch bei Contemporary Fine Arts in Berlin verkauft. Aus einer amerikanischen Privatsammlung eingeliefert, verfünffachte das Ölbild bei Phillips in London jetzt seine Schätzung von 40.000 bis 60.000 Pfund und markiert mit dem Hammerpreis von 222.000 Pfund einen Rekord für die Künstlerin. Ein Beispiel dafür, wie Auktionshäuser zunehmend den Hype bestimmter Gegenwartskünstler befeuern und so mit den Galerien konkurrieren.
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Ohne Limit hoch geboten: Aus einem süddeutschen Sammlernachlass ging für die Herbstauktion im Kunst-Auktionshaus Wendl ein umfangreiches Angebot mit zahlreichen restaurierungsbedürftigen Objekten hervor. Aufgrund ihres Erhaltungszustands wurden sie mit verlockend niedrigen Preisen angesetzt. So auch die beiden Blaker mit farbenfroher Emailmalerei aus dem 18. Jahrhundert, die ohne Limit aufgerufen wurden. Der überarbeitungswürdige Zustand der Wandleuchter, denen sogar die Kerzenhalter fehlen, schien die Bieter nicht zu stören. Sie erzielten einen Hammerpreis von 7500 Euro.
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Innerhalb von neun Minuten trieben am 21. Oktober sechs Bieter den Preis für Banksys „Show Me the Monet“ nach oben, die Schätzung von 3 bis 5 Millionen Pfund wurde am Ende deutlich übertroffen. Eingeliefert hat die Monet-Parodie das Londoner Sammlerpaar Jane und Roland Cowan, die das Bild 2005 für 15.000 Pfund gekauft haben sollen. Mit 7,6 Millionen Pfund inklusive Aufpreis wurde bei der Abendauktion von Sotheby’s London der zweithöchste Preis für ein Werk des Street-Art-Künstlers in einer Auktion erzielt. Ein Jahr zuvor im Oktober erreichte Banksys „Devolved Parliament“ bei Sotheby’s Rekordauktion 9,9 Millionen Pfund inklusive Aufpreis.
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Im Wiener Auktionshaus Dorotheum wurden am 19. Oktober insgesamt 311 Objekte aus dem Nachlass der Kaiserfamilie angeboten. Besonders großes Interesse weckte der persönliche Hut von Kaiser Franz Joseph I. von Österreich, der inklusive Aufgeld für 25.300 Euro an einen Online-Bieter versteigert wurde. Die Schätzung der Melone lag bei 3.000 bis 6.000 Euro. Dass der Monarch diese Kopfbedeckung zu seinem Zivilanzug bevorzugte, zeigen verschiedene Fotos von ihm mit dem Hutmodell.
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Von der Antike über Shakespeare bis zum 20. Jahrhundert: Im New Yorker Rockefeller Center bietet Christie’s während der Classic Week Meisterwerke von Marmorskulpturen aus der Antike bis hin zu einzigartigen Büchern und Artefakten an. Dazu gehört auch William Shakespeares „First Folio“, die erste Gesamtausgabe von 36 Werken aus dem Jahr 1623. Nur selten wird dieses Werk in so einer Vollständigkeit angeboten. Theaterstücke wie „Macbeth“, „Julius Caesar“ oder „The Tempest“ sowie 15 weitere Werke wären der Nachwelt ohne das „First Folio“ gar nicht erhalten. Beim Exceptional Sale am 14. Oktober erzielte das Werk mit einem Rekordpreis von 9,978 Millionen Dollar (inklusive Aufgeld) das Doppelte seines Schätzpreises.
Mehr…Sotheby’s leitet den Herbst mit einer Rekordversteigerung ein: Am 6. Oktober kam in Hongkong erfolgreich zeitgenössische Kunst unter den Hammer. Ein abstraktes Bild von Gerhard Richter aus dem Jahr 1987, das der Milliardär Ronald Perelman eingeliefert hatte, wurde mit umgerechnet 27,7 Millionen Dollar versteigert. Damit ist es das teuerste Werk eines westlichen Künstlers, das je in Asien versteigert wurde.
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