Mehrere Spezialsammlungen sind in den Künker Sommer-Auktionen vom 22. bis 26. Juni in Osnabrück im Angebot: die Slg. Boyksen mit Münzen und Medaillen aus Schleswig-Holstein, eine umfassende Sammlung mit Münzen und Medaillen der Grafen und Fürsten zur Lippe, die Slg. Oschmann von Bergbaugeprägen, eine Spezialsammlung Bayern und die Sammlung eines nordischen Juristen von russischen Münzen und Medaillen.
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Carl Spitzwegs „Justitia“ von 1857 hat eine bewegte Geschichte. Es sollte Hitlers „Führermuseum“ in Linz schmücken, hing seit den Sechzigerjahren für Jahrzehnte im Bundespräsidialamt – und wurde erst 2019 an die rechtmäßigen Erben des einstigen Besitzers Leo Bendel restituiert. Bei Neumeister in München erzielte das Werk am 6. Mai 550.000 Euro – weit entfernt von dem Millionenrekord, den das Haus vor zwanzig Jahren für Spitzweg aufgestellt hat, aber kein schlechter Preis für das kleine Gemälde.
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Knapp eine Million Euro spielte die Preußen-Auktion bei Lempertz in Berlin ein. Eine kaiserliche Präsentationstabatière aus dem Jahr 1897 wurde überraschend zum Spitzenlos. Die goldene Tabakdose mit dem Bildnis des jugendlichen Kaiser Wilhelm II. in Uniform war auf 6000 bis 8000 Euro geschätzt und löste ein hartnäckiges Bietgefecht aus: Für 40.000 Euro wurde sie am 16. Mai schließlich einem Internetbieter zugeschlagen, einen Sammler aus Monte Carlo.
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Farben wie von David Hockney! In Hellblau, Rosa und Hellgrün schuf ein fast gänzlich unbekannter Künstler des 19. Jahrhunderts, Carl Wilhelm August Eduard Barth, eine Berliner Architekturansicht, die zur Sensation der Frühjahrsauktion am 26. März bei Leo Spik in Berlin wurde. Die Gouache zeigt Schinkels 1836 erbautes (längst verschwundenes) „Neues Thor“ an der Invalidenstraße und war auf nur 550 Euro geschätzt. Zwei hartnäckige Bieter trieben den Preis immer weiter, bis ein Berliner Sammler bei 55.000 Euro den Zuschlag erhielt.
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Was vorsichtig als Marmorbüste aus dem 18. Jahrhundert katalogisiert wurde, hat sich als Skulptur der Klassischen Antike entpuppt. Das Bildnis Alexanders des Großen mit Löwenfell gehörte einst zur Ausstattung von Sutton Place, in den Fünfzigerjahren war es im Besitz des Ölmilliardärs Paul Getty. Von geschätzten 600 Pfund kletterte die Büste bis auf einen Zuschlag von 320.000 Euro: der höchste Preis, den das junge Auktionshaus Adam Partridge im englischen Cheshire je erzielt hat.
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Der Elefant ist müde: 13000 Pfund erzielte David Shrigleys 76 mal 56 cm großer Farbsiebdruck „My Rampage is Over“, der im vergangenen Jahr in einer Auflage von 125 Stück entstand, in der Auktion „Made in Britain“ Mitte März bei Sotheby‘s in London. Das ist ein Rekordpreis für den britischen Künstler und Meister des schwarzen Humors. Die Schätzung betrug nur 1100 Pfund.
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