Auktionen

Rekord für Macklowe Collection, Sotheby’s

Die Versteigerung der Kunstsammlung des amerikanischen Immobilienmoguls Harry Macklowe und seiner Exfrau Linda hat bei Sotheby’s in New York die hohen Erwartungen noch übertroffen. Der „White Glove Sale“, in dem also alle Lose verkauft wurden, erzielte insgesamt die Rekordsumme von 676,1 Millionen Dollar – noch nie hat eine einzige Kunstsammlung so viel Geld eingespielt. Von allein vier Künstlerinnen und Künstlern, darunter Agnes Martin und Jackson Pollock, gab es Auktionsrekorde. Zu den vier teuersten Werken des Abends, die jeweils mehr als 50 Millionen Dollar einbrachten, gehört Cy Twomblys „Untitled“ von 2007, eine mehr als fünf Meter breite Leinwand, übersät mit leuchtend roten, ins Abstrakte überhöhten Pfingstrosen, die für mehr als 58 Millionen Dollar den Besitzer wechselte.

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Rudolf Levy bei Plückbaum, 30. Oktober

Der deutsche Maler des Expressionismus Rudolf Levy stammte aus einer jüdischen Kaufmannsfamilie und begann seine Ausbildung an der Großherzoglichen Badischen Kunstgewerbeschule in Karlsruhe. Im Herbst 1903 ging er nach Paris, wurde zur zentralen Gestalt im Künstlerkreis des „Café du Dôme“ und ab 1907 einer der herausragenden deutschen Schüler von Henri Matisse. 1933 begann für ihn die bittere Zeit der Emigration, die mit seinem Tod auf dem Transport jüdischer Gefangener zum Sammellager Carpi bei Modena im Januar 1944 endete. Sein „Stillleben mit roten Dahlien in Keramikkrug“ gehört am 30. Oktober zu den Highlights bei Plückbaum in Bonn. 1988 brachte das Gemälde bei Lempertz in Köln 64.000 D-Mark, seither war es in Privatbesitz. Jetzt liegt der Startpreis bei verlockenden 12.000 Euro.

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Sotheby’s, Rekord für geschredderten Banksy

Wertsteigerung durch Zerstörung: Vor drei Jahren versteigerte Sotheby’s Banksys Bild „Girl With Balloon”, das, Sekunden nachdem der Hammer fiel, durch einen eingebauten Mechanismus im Rahmen zur Hälfte geschreddert wurde. Seitdem heißt das Werk „Love is in the Bin“ und wurde nun im selben Londoner Auktionsraum erneut aufgerufen. Geschätzt auf 4 bis 6 Millionen Pfund erzielte es mit einem Hammerpreis von 16 Millionen Pfund rund das Dreifache der Taxe. Das ist ein Rekord für Banksy – und das Sechzehnfache des Preises, den es 2018 vor dem Schreddern brachte. Banksy ließ damals verlauten, die aufsehenerregende Schredderaktion wäre eine Kritik am Kunstmarkt. Doch niemand spielt so virtuos auf der Klaviatur des Highend-Auktionsmarkts wie der britische Street-Art-Künstler.

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Wertvolle Bücher bei BASSENGE: Auktion vom 12. bis 14. Oktober

Ein Leben für die Reportage – Egon Erwin Kisch, Weltreisender, Kettenraucher, „rasender“ Zeitbeobachter: „Schreib das auf Kisch!“ Er schrieb und wurde zum Vorbild. Aus dem Nachlass seiner lebenslangen Freundin Jarmila Haasová werden am 13. Oktober Briefe, Fotos und Widmungsexemplare versteigert, die Kisch als den zeigen, der er war und noch immer ist: Ein großer Schriftsteller mit großer Geschichte.

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Rekord für Oppenheimer-Porzellan, Sotheby’s

Fast jedes Stück mindestens im fünfstelligen Bereich, viele weit darüber, vier Lose sogar über der Million – wann gab es das je bei europäischem Porzellan? Sammler und Experten fieberten dieser Auktion bei Sotheby’s New York entgegen. Der niederländische Staat hatte die Meissen-Sammlung von Margarethe und Franz Oppenheimer restituiert, die als Juden vor den Nazis aus ihrer Heimat Berlin fliehen mussten. Sie bauten ihre Kollektion nach den höchsten Kriterien auf, entsprechend hoch waren die Erwartungen. Am Ende waren alle 117 Lose verkauft und 15 Millionen Dollar brutto erzielt. Das Rijksmuseum hatte im Vorfeld so viel Geld aufgetrieben, dass es mehr als die Hälfte der Stücke zurückkaufen konnte, wie das bedeutende Wappenservice der venezianischen Morosini-Familie. Mit Aufgeld sprang es von geschätzten 120.000 auf 1,35 Millionen Dollar.

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Sammlung Bernard De Leye

Lempertz, Sammlung Bernard De Leye, 15. Juli

Vom Mittelalter bis zum Jugendstil reichte die prächtige Sammlung des belgischen Kunsthändlers Bernard De Leye, die bei Lempertz in Köln unter den Hammer kam. Toplos war die vergoldete Lavabo-Garnitur, die Jean-Baptiste-François Chéret 1770 in Paris für den Marquis und die Marquise von Montmelas schuf. Für 900.000 Euro wechselte das extravagante Prachtstück seinen Besitzer.

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