Das Münchner Auktionshaus Ketterer ist weiterhin auf Erfolgskurs und konnte in seinem Evening Sale am 10. Dezember erstmals ein Werk über die 3-Millionen-Euro-Marke bringen. Bei genau 3 Millionen fiel der Hammer für Albert Oehlens Triptychon (ohne Titel) von 1988, das Gemälde ging für 3,6 Millionen Euro inklusive Aufgeld an einen Privatsammler aus der Benelux-Union. Es übertraf seine Taxe von 1,5 bis 2,5 Millionen Euro deutlich und ließ auch den vermuteten Star des Abends, Alexej von Jawlenskys „Frauenkopf mit Blumen im Haar“, hinter sich. Jawlenskys farbstarkes Werk, das sich ein ganzes Jahrhundert lang in Familienbesitz befand, ging mit Aufgeld für 2,9 Millionen Euro in die Schweiz.
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Highlights bei Grisebachs Auktionen im Bereich Moderne Kunst sind Max Beckmanns „Badende mit grüner Kabine und Schiffern mit roten Hosen“ von 1934 und Emil Noldes Ölgemälde „Meer (I)“ von 1947. Die Zeitgenössische Kunst wartet mit hochkarätigen Werken von renommierten Künstlern wie Neo Rauch, Christo, Kenneth Noland oder Christopher Wool auf.
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Allen Grund zur Freude bei der PIN. Benefizauktion 2021: Endlich konnte konnte sie ihr Comeback in der Rotunde der Pinakothek erleben und stelle dabei gleich ein neues Rekordergebnis auf. Bei der Live-Auktion, mit Auktionator Robert Ketterer am Pult, wurde ein Gesamterlös von 2.8 Millionen Euro erzielt. Unter dem Motto „Kunst küsst wach“ kam auch der gelbe Smiley des Turnerpreisträgers Jeremy Deller unter den Hammer. Sein Werk „Justified and Ancient“ (2014) war wohl die größte Überraschung des Abends, denn mit 170.000 Euro erreichte es das dreizehnfache seines Galeriepreises.
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Die Versteigerung der Kunstsammlung des amerikanischen Immobilienmoguls Harry Macklowe und seiner Exfrau Linda hat bei Sotheby’s in New York die hohen Erwartungen noch übertroffen. Der „White Glove Sale“, in dem also alle Lose verkauft wurden, erzielte insgesamt die Rekordsumme von 676,1 Millionen Dollar – noch nie hat eine einzige Kunstsammlung so viel Geld eingespielt. Von allein vier Künstlerinnen und Künstlern, darunter Agnes Martin und Jackson Pollock, gab es Auktionsrekorde. Zu den vier teuersten Werken des Abends, die jeweils mehr als 50 Millionen Dollar einbrachten, gehört Cy Twomblys „Untitled“ von 2007, eine mehr als fünf Meter breite Leinwand, übersät mit leuchtend roten, ins Abstrakte überhöhten Pfingstrosen, die für mehr als 58 Millionen Dollar den Besitzer wechselte.
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Der deutsche Maler des Expressionismus Rudolf Levy stammte aus einer jüdischen Kaufmannsfamilie und begann seine Ausbildung an der Großherzoglichen Badischen Kunstgewerbeschule in Karlsruhe. Im Herbst 1903 ging er nach Paris, wurde zur zentralen Gestalt im Künstlerkreis des „Café du Dôme“ und ab 1907 einer der herausragenden deutschen Schüler von Henri Matisse. 1933 begann für ihn die bittere Zeit der Emigration, die mit seinem Tod auf dem Transport jüdischer Gefangener zum Sammellager Carpi bei Modena im Januar 1944 endete. Sein „Stillleben mit roten Dahlien in Keramikkrug“ gehört am 30. Oktober zu den Highlights bei Plückbaum in Bonn. 1988 brachte das Gemälde bei Lempertz in Köln 64.000 D-Mark, seither war es in Privatbesitz. Jetzt liegt der Startpreis bei verlockenden 12.000 Euro.
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Wertsteigerung durch Zerstörung: Vor drei Jahren versteigerte Sotheby’s Banksys Bild „Girl With Balloon”, das, Sekunden nachdem der Hammer fiel, durch einen eingebauten Mechanismus im Rahmen zur Hälfte geschreddert wurde. Seitdem heißt das Werk „Love is in the Bin“ und wurde nun im selben Londoner Auktionsraum erneut aufgerufen. Geschätzt auf 4 bis 6 Millionen Pfund erzielte es mit einem Hammerpreis von 16 Millionen Pfund rund das Dreifache der Taxe. Das ist ein Rekord für Banksy – und das Sechzehnfache des Preises, den es 2018 vor dem Schreddern brachte. Banksy ließ damals verlauten, die aufsehenerregende Schredderaktion wäre eine Kritik am Kunstmarkt. Doch niemand spielt so virtuos auf der Klaviatur des Highend-Auktionsmarkts wie der britische Street-Art-Künstler.
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