Eine „Ruhende Quellnymphe“ von Lucas Cranach d. Ä. war der Star der großen Altmeister-Auktion bei Christie’s in London. Der Renaissance-Maler schuf von der betörend schönen Nymphe mindestes 18 Versionen. Eine davon, aus der Sammlung von Cecil und Hilda Lewis, wechselte nun nach einem spannenden Bietgefecht am Telefon seinen Besitzer. Der Hammer fiel bei 8 Millionen Pfund. Das 82,1 mal 120,5 Zentimeter große Bild aus dem Jahr 1480 erreichte damit seinen oberen Schätzpreis – und einen Auktionsrekord für Lucas Cranach d. Ä.!
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Zahlreiche Bilder griechischer Vasen zeigen Hähne in angriffslustigen Posen und zeugen von der früh etablierten Praxis, die Vögel für Kämpfe abzurichten, auf deren Ausgang gewettet werden konnte. Ein außergewöhnliches Beispiel für die Darstellung einer solchen Wette bietet Gorny & Mosch, München, in der Antikenauktion am 12. Juli: Auf einem apulischen Chous (350 – 330 v. Chr., H. 16,9 cm, Taxe 18.000 Euro) wetten zwei Affen auf zwei Hähne, die zum Kampf bereitstehen. Für die in der sogenannten Gnathiatechnik dekorierte Kanne, bei der die Figuren mit bunten Farben direkt auf den schwarzen Firnis gemalt werden, wurde ein perfekt zum Motiv passendes Gefäß gewählt, denn der Chous war ursprünglich als Maß für die Teilnehmer eines Wetttrinkens bestimmt.
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Vom „Eid-Mar“-Aureus sind weltweit nur drei Exemplare bekannt. Nun wechselte eines davon, das die vergangenen zehn Jahre im British Museum ausgestellt war, für 2,2 Millionen Franken bei NAC in Zürich seinen Besitzer – und überstieg so den Schätzpreis von 750.000 Franken fast um ein Dreifaches. Die Goldmünze gehört zu den bedeutendsten historischen Artefakten der Antike. Brutus ließ sie prägen, um das Attentat auf Cäsar in den Iden des März im Jahr 44 vor Christus zu feiern. Der Dolch und der Pileus in Kombination mit dem Datum „Eid-Mar“ sind eine sehr deutliche Anspielung auf den Mord an Cäsar. Das Loch am oberen Rand des Aureus lässt vermuten, dass dieser sogar von einem Zeitgenossen der Cäsarmörder getragen worden ist.
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Highlights bei Grisebachs Auktionen im Bereich Moderne Kunst sind Max Pechsteins „Russisches Ballett“ von 1909, Emil Noldes Porträt seiner Nichte „Christina“ und die Meerlandschaft „Hohe See“ aus dem Jahr 1939 aus der Sammlung Colsman sowie Max Beckmanns „Grauer Strand“ (1928). Die Zeitgenössische Kunst wartet mit hochkarätigen Werken von renommierten Künstlern wie Arnulf Rainer, Gordon Matta-Clark, Georg Baselitz, Markus Lüpertz und Karin Kneffel auf.
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Was hätten Marx und Engels wohl dazu gesagt? Ein Erstdruck ihres „Kommunistischen Manifests“ brachte gleich zu Beginn der großen Buchauktion bei Reiss & Sohn in Königstein das beachtliche Ergebnis von 360.000 Euro (inklusive Aufgeld). Geschätzt war der programmatische Text aus dem Jahr 1848 auf gerade mal 60.000 Euro. Das Manifest, in dem Karl Marx und Friedrich Engels auf 23 Seiten die Grundlagen des Marxismus entwickelten, ist eines der am häufigsten verlegten Bücher der Geschichte.
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24,3 Millionen Euro erzielte Jean-Siméon Chardins „Le panier de fraises des bois“ am 23. März bei Artcurial in Paris – und übertraf damit die Erwartung von 12 bis 15 Millionen Euro um ein Vielfaches. Der französische Künstler malte im Laufe seines Lebens etwa 120 Stillleben. Das Stück mit Walderdbeeren von 1761 gilt als Meisterwerk des Künstlers und wird spätestens seit der großen Retrospektive von 1979 im Pariser Grand Palais als sein schönstes Stillleben gehandelt, wo es die Titelseite des Ausstellungskatalogs zierte.
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