Die Praxis der Spiegelmalerei entwickelte sich in China nach 1715, als der Jesuitenmissionar und Maler Pater Castiglione in Peking ankam. Er erlernte dort das Malen in Öl auf Glas – eine europäische Technik, die in China noch unbekannt war. Chinesische Künstler nahmen das Verfahren schnell auf und stellten Glasmalereien – angeheizt durch die Manie in Europa für alles Chinesische – fast nur für den Export her. Ein herausragendes Beispiel – sowohl für die qualitätvolle Malerei als auch für die Zusammenarbeit zwischen chinesischen und britischen Künstlern – ist ein um 1760 gefertigter monumentaler Spiegel (147,5 x 185,5 cm) mit Landschaftsszenen, Stillleben und Vögeln im vergoldeten Blattrankenrahmen nach Entwürfen von Londons besten Möbeltischlern. Christie’s ruft das Stück aus der Sammlung Pierre Durand am 27. Januar in New York bei 100.000 Dollar auf.
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Das Auktionshaus im Kinsky beendete das Jahr 2021 mit einer sehr erfolgreichen Winterauktion. Das Highlight der Offerte am 14./15. Dezember war der Marienaltar des „Schwarzaer Meisters“, der älteste erhaltene und datierte Flügelaltar der „Saalfelder Schule“. Das rundum dekorierte Meisterwerk von 1479 konnte seine Taxe mit dem Zuschlag bei 500.000 Euro glatt verdoppeln.
Mehr…Am letzten Tag der großen Weihnachtsauktion im Kinksy in Wien sorgten Werke von Martha Jungwirth für Weltrekorde. Die 81-jährige Wiener Künstlerin konnte ihren bisherigen Bestpreis bei Auktionen fast verdoppeln. Drei ihrer Bilder durchbrachen ihre oberen Schätzwerte, darunter auch das unbetitelte Werk aus dem Jahr 2011. Das mit Öl auf Leinwald gemalte Gemälde, dessen eindrückliche Farben eine kraftvolle Komposition bilden, befand sich zuvor in österreichischem Privatbesitz – nun wechselte es für 197.000 Euro seinen Besitzer.
Mehr…Das Münchner Auktionshaus Ketterer ist weiterhin auf Erfolgskurs und konnte in seinem Evening Sale am 10. Dezember erstmals ein Werk über die 3-Millionen-Euro-Marke bringen. Bei genau 3 Millionen fiel der Hammer für Albert Oehlens Triptychon (ohne Titel) von 1988, das Gemälde ging für 3,6 Millionen Euro inklusive Aufgeld an einen Privatsammler aus der Benelux-Union. Es übertraf seine Taxe von 1,5 bis 2,5 Millionen Euro deutlich und ließ auch den vermuteten Star des Abends, Alexej von Jawlenskys „Frauenkopf mit Blumen im Haar“, hinter sich. Jawlenskys farbstarkes Werk, das sich ein ganzes Jahrhundert lang in Familienbesitz befand, ging mit Aufgeld für 2,9 Millionen Euro in die Schweiz.
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Highlights bei Grisebachs Auktionen im Bereich Moderne Kunst sind Max Beckmanns „Badende mit grüner Kabine und Schiffern mit roten Hosen“ von 1934 und Emil Noldes Ölgemälde „Meer (I)“ von 1947. Die Zeitgenössische Kunst wartet mit hochkarätigen Werken von renommierten Künstlern wie Neo Rauch, Christo, Kenneth Noland oder Christopher Wool auf.
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Allen Grund zur Freude bei der PIN. Benefizauktion 2021: Endlich konnte konnte sie ihr Comeback in der Rotunde der Pinakothek erleben und stelle dabei gleich ein neues Rekordergebnis auf. Bei der Live-Auktion, mit Auktionator Robert Ketterer am Pult, wurde ein Gesamterlös von 2.8 Millionen Euro erzielt. Unter dem Motto „Kunst küsst wach“ kam auch der gelbe Smiley des Turnerpreisträgers Jeremy Deller unter den Hammer. Sein Werk „Justified and Ancient“ (2014) war wohl die größte Überraschung des Abends, denn mit 170.000 Euro erreichte es das dreizehnfache seines Galeriepreises.
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