Dass er stets besorgt und kritisch gegenüber der Abbildung seiner selbst war, sieht man dem früheren britischen Premierminister Winston Churchill (1874–1965) noch ein wenig an. Nun will Sotheby’s London das anlässlich seines 80. Geburtstages in Auftrag gegebene Porträt von Graham Sutherland am 6. Juni versteigern. Es handelt sich um eine von mehreren Studien für ein 1954 entstandenes, mittlerweile zerstörtes Gemälde, das sich laut dem britischen Auktionshaus als das anstößigste erwies. Die erhaltene Version zeigt den Politiker jedoch weniger ernst und etwas schmeichelhafter. Bevor das Werk zu einem Schätzpreis von 500.000 bis 800.000 Pfund versteigert werden soll, wird es in Churchills Geburtsort Blenheim Palace in England ausgestellt.
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Über mehr als vier Jahrzehnte fotografierte Sibylle Bergemann die Welt, die sie umgab. Die Fotografien der Berlinerin fingen den Traum vom Außergewöhnlichen im Lebensalltag der DDR ein. Dabei dokumentierte sie mit ihrem besonderen Blick den Wandel der geteilten Stadt sowie Entdeckungen, die sie in Moskau, Paris oder New York machte. Besonders bekannt sind heute ihre präzise inszenierten Modeaufnahmen. 1989 stand Maren Schumacher in einem frechen Outfit von Hannelore Wedemeyer für Bergemann in Ost-Berlin Modell. Schneider-Henn erwartet für den Abzug aus dem Jahr 2000 (28,6 x 29,7 cm) mindestens 650 Euro. Das Auktionshaus in Seefeld bei München ruft am 2. Februar neben Fotografien auch illustrierte Bücher, Druckgrafiken und Zeichnungen auf.
Mehr…Als eine der ersten Auktionen der Herbssaison startetet am Mittwoch, den 8. November, die Versteigerung der Werke aus dem Nachlass der verstorbenen New Yorker Philanthropin Emily Fisher Landau bei Sotheby’s in New York. Die 31 Lose erzielten insgesamt einen Zuschlag von 344 Millionen Dollar und stellen somit einen der höchsten jemals für eine Auktion einer Einzelbesitzer-Sammlung erzielten Beträge dar. Agnes Martins großformatige Leinwand „Grey Stone II“ (1961), ein monochromes Gemälde in Off-Weiß, gehörte zu den Werken, die an dem Abend das intensivste Bieterinteresse hervorriefen. Es wurde bei 16 Millionen Dollar zugeschlagen, mehr als das Doppelte seiner Schätzung von 6 Millionen Dollar. Es ging an einen Bieter im Raum für einen Endpreis von 18,7 Millionen Dollar einschließlich Gebühren und übertraf damit Martins bisherigen Rekord von 17,7 Millionen Dollar für ihr Gemälde „Untitled #44“ bei der Sotheby’s Macklowe-Auktion im letzten November und setzte damit einen neuen Rekord für die Künstlerin.
Mehr…Bei 121 Millionen Dollar fiel am 8. November der Hammer bei Sotheby’s in New York. Versteigert wurde das Porträt „Femme à la montre“, das Pablo Picasso 1932 von seiner Geliebten Marie-Thérèse Walter malte. Damit handele es sich um das zweitteuerste je bei einer Auktion versteigerte Werk von Picasso, teilte das Auktionshaus Sotheby’s, das das Bild zuvor auf etwa 120 Millionen Dollar geschätzt hatte, am Mittwoch mit. Nur Picassos „Les femmes d’Alger (Version ‘O’)“, das 2015 bei Christie’s für 179 Millionen Dollar versteigert wurde, bleibt das bis dato teuerste Werk des Künstlers. Das Porträt entstammte der berühmten Sammlung der im März gestorbenen Emily Fisher Landau. 1968 gekauft und dann viele Jahre in ihrer New Yorker Wohnung über dem Kamin hängen gehabt, hieß es von Sotheby’s. Wer es nun kaufte, wurde zunächst nicht mitgeteilt.
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Lucian Bernhard (1883-1972) gilt als der bedeutendste Künstler der deutschen Plakatkunst zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Der Posterdesigner, der bürgerlich Emil Kahn hieß und eigentlich mit 18 Jahren nach Berlin kam, um Schauspieler zu werden, hatte schnell erkannt, dass das zunehmende Tempo des Großstadtlebens eine schnelle Wahrnehmung der beworbenen Produkte erforderte. Er setzte somit auf Vereinfachung und Verkürzung, die meist aus einem Primat des Motivs bestand und oft gänzlich zulasten des Textes fiel. Zu sehen ist dieser Stil auch auf dem abgebildeten Plakat, das Bernhard 1910 für den Zigarettenhersteller Manoli entwarf. Es zeigt eine geöffneten Zigarettenschachtel. Im Hintergrund wird der Markenname präsentiert. Bei Bassenge in Berlin wurde das 69,5 mal 95 Zentimeter große Plakat am Mittwoch versteigert. Mit einem Zuschlag bei 9000 Euro blieb es deutlich unter der Taxe von 12.000 Euro.
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