Zwei Jahre vor seinem Tod schuf Pablo Picasso 1971 das Gemälde „Buste de femme“ (Frauenbüste). Am 5. Juni wird das Werk in Köln versteigert – der Schätzwert beträgt 1,5 bis 2,5 Millionen Euro. Es sei das erste Mal seit mindestens 25 Jahren, dass ein kapitales Gemälde Picassos in Deutschland versteigert werde, heißt es von dem Auktionshaus Van Ham. Kunsthistoriker erkennen in dem Bild die zweite Ehefrau Picassos, Jacqueline Roque (1927-1986), aus deren Nachlass es auch ursprünglich stammt. Aktuell kommt es nun aus einer deutschen Privatsammlung mit einem geschätzten Gesamtwert von zehn Millionen Euro. Dazu gehören auch Werke von Louise Bourgeois, Paul Klee, Sigmar Polke, Egon Schiele und Kurt Schwitters. Der vor 50 Jahren gestorbene Picasso schuf insgesamt 400 Porträts von Jacqueline Roque, die 46 Jahre jünger war als er. Die ehemalige Keramikverkäuferin verbot später seinen Kindern die Teilnahme an der Trauerfeier für Picasso. 1986 nahm sie sich das Leben. (dpa)
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Bereits vor einem Jahr erregte bei Lehr Kunstauktionen ein Bild von Georg Scholz aus dem Jahr 1926 Aufsehen, das zwei tote, gerade ausgenommene Hühner zeigte, auf einem Tisch in einem Raum mit Schachbrettbodenmuster. Das Werk vervierfachte damals seine Taxe. Nun rief das Haus Ende April wieder ein bedeutendes Werk des deutschen Malers auf. Das 1928 entstandene Gemälde „Die Schwestern“ war auf 200.000 Euro taxiert. Die beiden Frauen tragen Bubiköpfe, Signatur der selbstbewussten Weiblichkeit der 1920er-Jahre, und schlafen in angedeuteter Umarmung auf einem Bett. Das Doppelbildnis ist ein privates Sujet voller Anspielungen, die sich nicht konkretisieren. Am 29. April fiel der Hammer bei beachtlichen 650.000 Euro. Ein weiterer Erfolg für das Auktionshaus von Irene Lehr!
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Das Top-Los der Dorotheum-Auktion von Gemälden des 19. Jahrhunderts, Osman Hamdi Beys „Ein Blick in den Spiegel“ wurde Anfang Mai für 1,275 Millionen Euro versteigert. Das um 1880 entstandene Ölbild stellt eine junge Dame in einem opulentem Interieur dar. Sie trägt ein gelbes Gewand und blickt sinnlich in einen Spiegel, während sie ihre weiße Kopfbedeckung zubindet. Der in Paris ausgebildete Osman Hamdi Bey (1842-1910) gilt als Begründer der modernen türkischen Malerei, die Tradition und Moderne sowie westliche akademische Malerei mit östlicher Finesse verband. Es war nach 2019 der zweite Millionenzuschlag für diesen Künstler im Dorotheum. (dpa/Weltkunst)
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Unter dem Titel „Out of This World“ hat das Schweizer Auktionshaus Koller am 18. April eine Sammlung extraterrestrischer und frühgeschichtlicher Devotionalien versteigert. Neben den Meteoritensplittern, historischen Raumanzügen und „Alien“-Filmrequisiten war das Skelett eines Tyrannosaurus rex der unbestrittene Star des Abends. Mit „TRX-293 Trintity“ kam zum ersten Mal in Europa ein solches Megafossil zum Aufruf, die Vorbesichtigung des gigantischen Skeletts von 11,6 Metern Breite und 3,9 Metern Höhe, das aus mehreren fossilen Tyrannosaurus rex zusammengesetzt ist, fand in der Zürcher Tonhalle regen Anklang. Mit einem Hammerpreis von 4,8 Millionen Franken ging das 67 Millionen alte Tier an einen Privatsammler aus Europa und entsprach damit der Taxe.
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Das ganz große Geld muss man nicht mitbringen, um am 24. und 25. März bei Venator & Hanstein in Köln mitzubieten. Nur für ein gutes halbes Dutzend der Lose werden mehr als 10.000 Euro erwartet. Die „Histoire naturelle“ des Naturforschers Georges-Louis Leclerc Comte de Buffon wollte natürlich naturwissenschaftlich ernst genommen werden. Aber von den 1120 meist kolorierten Kupferstichen schweifen manche doch ins Fantastische ab. Beispielsweise wenn eine Riesenkrake sich um einen Dreimaster schlingt. Für „Le Pouple Colossal“ erwartet das Auktionshaus eine Taxe von 9000 Euro.
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Am 22. März versteigert Beurret & Bailly / Galerie Widmer in Basel eine „Sammlung von Werken Félix Vallottons“. Unter Landschaften, Stillleben und einer Aktdarstellung finden sich auch Beispiele für Vallottons Porträtkunst, die in der gelegentlich brüsken Detailversessenheit dem Naturalismus eines Courbet nahestehen und auch Tendenzen der Neuen Sachlichkeit vorwegnehmen. Vallotton inszenierte die „Frau in rosa Bluse“ aus dem Jahr 1910 vor einer grün getünchten Wand. Sie ist im strengen Profil nach links gegeben und zeigt außer dem dunklen Ton des Inkarnats ausnahmsweise keine Besonderheit der Physiognomie; dafür gesteht man ihr mit 60.000 Franken die höchste Bewertung in dieser Gruppe zu.
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