Das aktuelle Ketterer Kunst-Auktionsangebot zur Klassischen Moderne, das vom 7. bis 9. Dezember in München versteigert wird, ist üppig und qualitätvoll bestückt. Der gut gestaltete Auktions-Katalog verzeichnet fast alle namhaften Künstler der Zeit: Von Pablo Picasso und Gabriele Münter über Karl Schmidt-Rottluff, Kurt Schwitters, Emil Nolde bis zu Erich Heckel und Otto Mueller, der erotisch-reizvolle „Fünf gelbe Akte im Wasser“ beisteuert. Für Berliner Kunstliebhaber hält die aktuelle Ketterer-Offerte etwas besonders Verlockendes parat: Ein Konvolut von Max Liebermann-Pastellen, die einen „Blick in den Wannseegarten“ des Künstlers zeigen (Abb. um 1920, Taxe 60.000 Euro). Sie werden bei den Berliner Wannsee-Anrainern von heute die Neugier und bald auch die Kauflust anreizen.
Mehr…„Die Windmühle“ von Rembrandt Harmenszoon van Rijn (1606–1669) ist eine Rarität auf dem Markt. Die Radierung von 1641, von der auch ein Exemplar im Kupferstichkabinett der Hamburger Kunsthalle zu finden ist, wird bei Stahl in Hamburg am 2. Dezember für 18.000 Euro aufgerufen. Ein Blatt mit dieser Darstellung brachte 2016 bei Christie’s in London 80.000 Pfund.
Mehr…Kunstwerke aus der Sammlung der bedeutenden österreichischen Opernsängerin Leonie Rysanek (1926–1998) und ihres Ehemanns Ernst Ludwig Gausmann ruft Leo Spik in Berlin vom 7. bis 9. Dezember auf. Der Opernstar Rysanek war von Wien bis New York auf den großen Bühnen zu Hause. Auch ihre Sammelleidenschaft galt Oper, Theater und Musik. So findet sich in der Kollektion eine „Theaterszene mit Salome und Johannes dem Täufer“ (1930, Taxe 1000 Euro) von Leo Putz.
Mehr…Leonardo da Vincis „Salvator Mundi“ bei Christie’s in New York den unerhörten Hammerpreis von 400 Millionen Dollar erzielt. Was bedeutet ein solcher Riesenpreis für uns Normalsterbliche?
Mehr…Das Johann Jacobs Museum in Zürich versteigert am heutigen Donnerstag einen Teil seiner Sammlung bei Lempertz in Köln. Der Verkauf bleibt nicht ohne Kritik, doch Museumsdirektor Roger M. Buergel hat Argumente parat
Mehr…Das einzige, öffentlich zugängliche Werk des Illustrators Ludwig Bemelmans findet man in der Bar des New Yorker Carlyle Hotels. Den Innenraum gestaltete der gebürtige Österreicher in den Vierzigern, um im Gegenzug eineinhalb Jahre im Hotel wohnen zu dürfen: Mit seiner Wandmalerei schuf er auch ein Zuhause für die kleine Madeline – die Kinderbuchheldin, mit der er berühmt wurde. Swann ruft am 14. Dezember sein Aquarell „Verandah Grill Luncheon on the Queen Mary“ aus dem Jahr 1956 (Taxe 12.000 Dollar) auf, das eine Szene aus dem Carlyle darstellen könnte, in Wahrheit aber eines von Madelines Abenteuern bebildert.
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