Könnte es sogar ein Rekordzuschlag werden? Erhöhtes Interesse und erbitterte Bietergefechte sind programmiert, wenn gemalte Postkarten von Franz Marc aufgerufen werden. Marc malte das Werk bereits 1913, zunächst ohne es zu verschicken. In der dann am 8. November 1915 wenige Monate vor seinem Tod versandten Karte spricht der Künstler von dem Wunsch, einmal nach Bonn zu Besuch zu kommen. Die Zeilen drücken Verbundenheit, Wehmut und Trost aus. Der Schätzpreis für das erschütternde Dokument, das gleichzeitig ein wichtiges Kunstwerk des 20. Jahrhunderts darstellt, liegt bei Grisebach in Berlin in der Auktion am 27. bis 30. November bei sehr moderat angesetzten 250 000 bis 350 000 Euro.
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Mit insgesamt 44 Alben hat der 2007 verstorbene Schriftsteller Pierre Probstseit 1953 Kinder mit der Selbstständigkeit des etwa achtjährigen, sehr weiblich akzentuierten Blondschopfs Caroline begeistert. Bieter können bei Artcurial in Paris am 23. November mit einer gouachierten Bleistiftzeichnung aus dem Jahr 1979 in luftige Höhen steigen: Caroline steht zwischen Wasserspeiern auf dem Turm der Pariser Kathedrale Notre Dame und winkt einem an Ballons davonschwebendem Kätzchen nach. Angesichts der Aufmerksamkeit um die in diesem Frühjahr ausgebrannte Kathedrale sind 3000 Euro niedrig taxiert.
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Aus einer bedeutenden Privatsammlung im Ruhrgebiet stammt das beeindruckende, von Fra Paolino signierte Tafelbild der »Heiligen Familie mit dem Johannesknaben«, das bei Hargesheimers Auktion vom 12. bis 14. September eine Schätzung von 50 000 Euro trägt. Allein die kunstvolle Darstellung der zarten Hände oder die kontrastreiche Behandlung der Gewänder laden zur andächtigen Vertiefung ein.
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Im Designbereich wartet Scheublein am 20. September in München mit Klassikern auf: Die beiden roten Sessel »Fjord Relax« von 2002 entwarf die spanische Designerin Patricia Urquiola für das italienische Kult-Label Moroso. Sie werden zu je 800 Euro aufgerufen.
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Die Mäzenin Ida Bienert war im Dresden der Zwischenkriegsjahre eine prägende Figur. Aus dem Nachlass ihres Sohnes Friedrich Bienert, selbst ein wichtiger Sammler der Moderne, erzielte ein Aquarell des bedeutenden schwedischen Malers Gösta Adrian-Nilsson bei Schmidt Kunstauktionen in Dresden den sehr hohen Zuschlag von 240 000 Euro. Nun kommt aus demselben Nachlass bei Schmidt am 21. September neben einem weiteren Blatt Adrian-Nilssons auch Otto Dix’ Radierung »Matrose und Mädchen« von 1920 zum Aufruf (Taxe 20 000 Euro).
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Bei Venator & Hanstein fällt am 28./29. September ein Los aus dem 15. Jahrhundert ins Auge. Laut Widmungsvermerk ist eine seltene‚ ungefähr 300 Seiten starke Missale Coloniense auf das Jahr 1420 datiert. Das für den Gebrauch im Erzbistum Köln eingerichtete und für die Kirche in Erpel gestiftete Messbuch ist, wie für diese Epoche typisch, sehr sparsam bebildert. Umso auffallender ist das Kanonbild, eine Kreuzigung mit Maria und Johannes vor rotem ornamentalem Hintergrund (Schätzpreis 20 000 Euro).
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