Marktwert Georg Scholz

Unverblümte Gesellschaftskritik

Vom Maler Georg Scholz werden die wenigen Werke im Stil der Neuen Sachlichkeit und im Geist der Avantgarden nach 1900 hoch gehandelt. Seine satirisch-realistischen Gemälde und Zeichnungen weisen hingegen ein auffälliges Preisgefälle auf

Von Michael Lassmann
19.03.2021
/ Erschienen in Kunst und Auktionen Nr. 4

Je nach Blickwinkel wird Georg Scholz (Wolfenbüttel 1890 – 1945 Waldkirch) zu den wichtigsten, wenigstens aber den „wichtigeren“ Vertretern der Neuen Sachlichkeit gezählt, obwohl man ihm Relevanz streng genommen nur für die Schaffensjahre zwischen 1919 und 1927 attestieren mag. Einhellig von der Kunstgeschichte abgenickt ist demnach seine kurze, nach dem Ersten Weltkrieg einsetzende Phase der Auseinandersetzung mit Themen und Ausdrucksformen des Expressionismus, Kubismus, Dada und Futurismus, sowie seine unmittelbar anschließende Hinwendung zu einem sozialkritischen Realismus, der in bitter satirischen, bis zur Karikatur überzeichneten Aufnahmen spießbürgerlichen Kleinstadmilieus kulminierte.

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