26.03.2020 Lisa Zeitz

Nur keine Bürokratiemonster

In der Krise hilft die Ernst von Siemens-Kunststiftung Museen mit Projekten, die freiberufliche Restauratoren beschäftigen

Mehr als eine halbe Million Euro könnte die Ernst-von-Siemens-Kunststiftung dieses Jahr an Museen verteilen: „Wenn es gute Projekte sind, werden die Anträge bewilligt,“ sagt Generalsekretär Martin Hoernes. Solidarität mit freiberuflichen Restauratorinnen und Restauratoren steht für ihn dabei im Fokus bei der neuen Initiative, denn sie sind von den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise, den personellen Sparmaßnahmen in Museen und Sammlungen besonders betroffen. „Sie sind die ersten in der Nahrungskette.“ In der Not werden jetzt geplante Restaurierungsprojekte und wissenschaftliche Arbeit an Ausstellungskatalogen, Bestandskatalogen oder Werkverzeichnissen auf Eis gelegt oder ganz gestrichen. Für solche Projekte schweben ihm nun Zuschüsse von 2000 bis 25.000 Euro vor.

Martin Hoernes, Generalsekretär der Ernst von Siemens-Kunststiftung, Foto: Silke Lachmund
Martin Hoernes, Generalsekretär der Ernst von Siemens-Kunststiftung, Foto: Silke Lachmund

Dass es „keine Bürokratiemonster“ gibt, ist Hoernes dabei sehr wichtig: „Der Antrag wird digital gestellt, die Bewilligung kommt digital.“ Die Qualitätsprüfung läuft auch über die Antragssteller – die Museen, die ihre Freiberuflern meist schon seit vielen Jahren kennen. Seit ihrer Gründung 1983 hat die Ernst von Siemens-Kunststiftung schon viele tausend Projekte an Museen finanziert, von wissenschaftlichen Arbeiten bis zu Kunstankäufen. Für Förderung können sich Museen direkt bei Martin Hoernes bewerben.

 

Restauratoren mit Vollschutz; Foto Bayerisches Nationalmuseum Bastian Knack
Restauratoren mit Vollschutz; Foto Bayerisches Nationalmuseum Bastian Knack