Der weltweite Kunstmarkt zeigt bemerkenswerte Widerstandskraft und wuchs 2025 wieder. Der Anteil von Künstlerinnen stieg, in Deutschland gingen die Umsätze zurück
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12.03.2026
Trotz Krisen und geopolitischer Unsicherheiten hat der weltweite Kunstmarkt 2025 wieder Wachstum verzeichnet. Laut dem Art Basel und UBS Global Art Market Report 2026 stiegen die Verkäufe um vier Prozent auf rund 59,6 Milliarden US-Dollar. Dabei legten Händlerumsätze um zwei Prozent auf 34,8 Milliarden US-Dollar zu, öffentliche Auktionen um neun Prozent auf 20,7 Milliarden US-Dollar.
Der jährlich veröffentlichte Bericht, der als maßgebliche Analyse des globalen Kunstmarkts gilt, stellt fest, dass 2025 eine Wende im Markt nach Jahren von Rückgang und moderatem Wachstum zu beobachten war. Im Vergleich zu vielen anderen Branchen habe der Weltmarkt dabei bemerkenswerte Widerstandskraft gezeigt, heißt es darin weiter.
Vor allem Händler zeigten sich trotz steigender Betriebskosten und geopolitischer Unsicherheiten robust: 42 Prozent meldeten höhere Umsätze, und neue Galerien machten 42 Prozent der Aktivitäten aus, während nur 25 Prozent geschlossen wurden.
Auch der Anteil von Künstlerinnen wuchs: Werke von Frauen machten 37 Prozent des Umsatzes aus. Im Jahr 2018 lag der Anteil noch bei 28 Prozent. Die Online-Verkäufe hingegen gingen auf 9,2 Milliarden US-Dollar zurück (-11 Prozent) und erreichten damit den niedrigsten Stand seit 2019.
Die USA blieben mit 44 Prozent der größte Markt, gefolgt von Großbritannien mit 18 Prozent und China mit 14 Prozent. Frankreich konnte seinen Anteil auf acht Prozent steigern und bleibt damit der größte Markt innerhalb der EU. Die Umsätze in Deutschland gingen um 10 Prozent zurück, in Italien um 2 Prozent. (dpa)