In unserem Fragebogen erzählt die Kommunikationsberaterin Zaida Violan von ihrer Begegnung mit der Malerin Vivian Suter und verrät, wie sie den künstlerischen Nachlass ihres Großvaters wiederfand
Von
15.10.2026
Aufgewachsen bin ich mit Joan Miró, Antoni Tàpies und dessen Mitstreiter, dem visuellen Dichter Joan Brossa. Heute faszinieren mich vor allem großartige Künstlerinnen wie Louise Bourgeois, Beatriz González, Miriam Cahn, Marlene Dumas, Doris Salcedo, Andrea Fraser … Typisch Waage: Es ist unmöglich, mich zu entscheiden.
Das „Honeymoon Project“ (1986–1992) von Antoni Miralda: eine Veranstaltungsreihe rund um eine symbolische Hochzeit zwischen der Freiheitsstatue in New York und dem Kolumbus-Denkmal in Barcelona, an der Tausende Menschen in über 20 Städten weltweit teilnahmen.
Schon immer wollte ich Vivian Suter auf ihrem traumhaften Grundstück am Rand des Lago Atitlán besuchen. Erst kürzlich habe ich sie persönlich kennengelernt – jetzt steht die Einladung.
Die bewegende Retrospektive von Ana Mendieta in der Tate Modern und die ihrer isländischen Zeitgenossin Steina Vasulka im Haus der Kunst. Auch wenn keine Freundschaft bekannt ist, waren beide in den 1970er-Jahren in der interdisziplinären und feministischen Performance- und Videokunstszene New Yorks sehr aktiv.
Jein. Nordenhake in Mexiko-Stadt, Bombon Projects in Barcelona, ChertLüdde in Berlin, Ginny on Frederick in London, Proyectos Ultravioleta in Guatemala oder Mendes Wood in New York.
Uns ist es gelungen, den verlorenen Nachlass meines Großvaters Salvador Aris wiederzufinden und zurückzukaufen. Er widmete sein Leben der Freilichtmalerei katalanischer Landschaften. Nach seinem Tod verstreute seine zweite Frau zum Ärger der Familie seinen Besitz in alle Winde – ein typisches Heimatdrama, das es sogar in die Zeitung schaffte. Dreißig Jahre später fanden wir die meisten seiner Gemälde im Keller einer Einrichtung des Roten Kreuzes. Endlich ist er wieder zu Hause.
Das in Kiew lebende Filmemacher- und Künstlerduo Roman Khimei und Yarema Malashchuk – und die wilde Malerin Marria Pratts.
Die Filminstallation „The Finesse“ (2022) von Christopher Kulendran Thomas im KW Berlin: eine Mischung aus Archivmaterial der tamilischen Unabhängigkeitsbewegung und KI-generierten Deepfake-Avataren von Taylor Swift und Kim Kardashian.
Zaida Violan lebt in Berlin und ist Kommunikationsberaterin für zeitgenössische Kunst. Neben ihrer Arbeit mit internationalen Institutionen, Stiftungen und dem Kunstmarkt begleitet sie Künstlerinnen und Künstler als Mentorin und spezialisiert sich derzeit auf Philanthropie, Grantmaking und Social Investment.