Eine Form, die jeder kennt und kaum jemand als Kunst betrachtet: der Künstler Jacob Felländer hat die ikonische Wasserrutsche der Luxusresortmarke Soneva in eine Skulptur verwandelt.
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23.10.2026
„Joy Takes Form“ lautet der Titel einer Installation, die noch bis zum 31. Dezember im Slakthusområdet in Stockholm zu sehen ist. Sie zeigt eine geschwungene Rutsche, die über den Overwater-Villen von Soneva auf den Malediven direkt ins Meer führt. Felländer hat sie aus ihrem Kontext gelöst und in eine Skulptur überführt. Dabei geht es ihm vor allem um die Bedeutung der Materialien. Raues, verwittertes Metall trägt die Spuren der Vergangenheit, eine spiegelnde Oberfläche fängt Licht, Umgebung und somit die Gegenwart ein und die abschließende Ebene richtet den Blick nach vorn in die Zukunft. Die Bewegung des Rutschens wird hier in Material übersetzt und nicht als flüchtiger Moment, sondern als etwas, das Erinnerung bewahrt, im Jetzt lebendig wird und zugleich nach vorne weist, verstanden.
Der 1974 geborene schwedische Künstler, der sonst für seine großformatigen, abstrahierten Fotografien von Städten und Landschaften bekannt ist, führt seine Auseinandersetzung mit Wahrnehmung, Bewegung und Zeit nun erstmals in den dreidimensionalen Raum. „In unserer heutigen Welt wird es immer wichtiger, das zu bewahren und weiterzuentwickeln, was uns als Menschen ausmacht: Fantasie, Intuition, Empathie und unsere Fähigkeit zu spielen. Kunst spielt dabei eine entscheidende Rolle“, sagt Jacob Felländer.
Unter dieser Prämisse lädt er vom 25. Oktober bis 2. November auch zu seinem Workshop „The Human Factor“ auf Soneva Fushi ein. Dieser führt die Teilnehmenden in einer 90-minütigen Einheit durch einen spielerischen kreativen Prozess und stärkt das Vertrauen in die eigene Kreativität. Gleichzeitig regt das Format dazu an, über menschliche Fähigkeiten nachzudenken, die in einer zunehmend technologisierten Welt an Bedeutung gewinnen.