Das Kölner Wallraf-Richartz-Museum musste in den vergangenen Wochen komplett leer geräumt werden. Als Letztes verschwand jetzt ein ganz besonders Werk in der Dunkelheit einer Kiste
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31.08.2026
Rembrandt macht das Licht aus: Ein besonders bedeutendes Selbstporträt des holländischen Meisters ist als letztes Gemälde im Kölner Wallraf-Richartz-Museum abgehängt worden. Nach einer kurzen Inspektion wurde es in einer Transportkiste verstaut, um in ein Depot gebracht zu werden. Dort befinden sich bereits rund 60.000 grafische Werke und mehr als 2.000 Gemälde aus Kölns ältestem Museum. Für eine Generalsanierung muss es mindestens zwei Jahre schließen, die Wiedereröffnung ist für Ende 2028 geplant. Während dieser Zeit sind Rembrandt und die anderen Werke nicht zu sehen.
Das Selbstporträt von etwa 1662 zeigt den für seine Hell-Dunkel-Malerei bekannten Künstler als gebückten Greis, der den Betrachter unter hochgezogenen Augenbrauen anblickt. Dabei lächelt er – was für damalige Porträts ungewöhnlich ist. Vielleicht spielt Rembrandt auf dem Bild den griechischen Philosophen Demokrit, der über die Welt lacht. Vielleicht will er aber auch den griechischen Maler Zeuxis darstellen: Der soll sich sogar totgelacht haben – über eine runzlige alte Dame, die er malen sollte. Tatsächlich ist am linken Bildrand eine ältliche Gestalt im Profil dargestellt. Wie dem auch sei, für mindestens zwei Jahre ist der lächelnde Rembrandt nun erst einmal verschwunden. (dpa)