Markus Lüpertz

Neue Fenster bringen mehr Farbe in Naumburger Dom

Moderne trifft auf Mittelalter: Markus Lüpertz widmete sich auf vier Fenstern den Themen Erlösung und Verdammnis. Auch Neo Rauch hat im Naumburger Dom schon seine Spuren hinterlassen

Von WELTKUNST NEWS
30.06.2026

Auf Neo Rauch folgt Markus Lüpertz: Im Naumburger Dom haben nun zwei international renommierte Künstler Glasfenster gestaltet. Der Maler und Bildhauer Lüpertz hat in vier neuen Fenstern die Themen Erlösung und Verdammnis verarbeitet, wie die Vereinigten Domstifter zu Merseburg und Naumburg mitteilten. Er habe damit einen „markanten zeitgenössischen Akzent“ gesetzt. 

Der 85-Jährige setze seinen expressiven Stil bewusst in den Kontrast zur mittelalterlichen Architektur des Doms, hieß es. Lüpertz, wegen seines extravaganten Auftritts auch „Malerfürst“ genannt, zählt zu den bekanntesten deutschen Gegenwartskünstlern. 

Bekannt wurde er seit den 1960er Jahren mit seiner kraftvollen Malerei. In seinen Bildern verschwimmen die Grenzen von Abstraktion und Figuration. Glasmalerei von Lüpertz kann auch in Köln, Regensburg und Bamberg besichtigt werden. 

Neo Rauch in Elisabethkapelle

Neo Rauch (66), bekanntester Vertreter der Neuen Leipziger Schule, hatte 2007 drei Entwürfe für Glasfenster in der Elisabethkapelle des Doms geschaffen. Die Rundbogenfenster sind 1,40 Meter hoch und 50 Zentimeter breit und aus rubinrotem, mundgeblasenem Glas. Sie zeigen verschiedene Szenen aus dem Leben der Heiligen Elisabeth.

Der Naumburger Dom ist eines der bedeutendsten Kulturdenkmäler des europäischen Hochmittelalters. Das faszinierende Zusammenspiel von Architektur, Bildhauerei und Glasmalerei brachte ihm 2018 den Status als Unesco-Weltkulturerbe ein. (dpa)

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