Die Camera di Amore e Psiche im Palazzo del Te in Mantua wurde aufwendig restauriert und ist nun wieder in ihrer historischen Wirkung erlebbar
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06.03.2026
Giulio Romanos Einfluss auf Mantua war so groß, dass Herzog Federico Gonzaga, bei dem er seit 1524 Hofkünstler war, einst sagte, Mantua sei nicht seine, sondern Giulios Stadt. Bis heute beeindruckt der manieristische Palazzo del Te mit seiner Architektur und reichen Ausstattung mit Stuckaturen und Fresken. In der Sala di Cavalli sind Federicos Lieblingspferde in Lebensgröße porträtiert, in der Camera dei Giganti wird dem Besucher schwindlig, so theatralisch inszeniert Giulio Romano mit seinen Deckenfresken den mythologischen Gigantensturz.
Zu den schönsten Räumen gehört die Camera di Amore e Psiche, in der Ölbilder und Fresken die Götterhochzeit feiern (oben: ein Detail aus den „Vorbereitungen für das Bankett“). Jetzt ist der Raum mit seinem aufwendigen Bildprogramm voll von nackten Gottheiten und Satyrn frisch restauriert und erstrahlt 500 Jahre nach seiner Entstehung in neuem alten Glanz. 100.000 Euro stiftete die Fondazione Giulio e Giovanna Sacchetti für die Restaurierung der Deckenmalerei.