Vom 5. bis 8. Februar 2026 öffnet die art karlsruhe ihre Tore mit rund 180 Galerien aus 18 Ländern, einem starken kuratorischen Fokus und klaren Impulsen für den heutigen Kunstmarkt
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29.01.2026
Mit den Formaten re:discover und re:frame will die art karlsruhe gezielt blinde Flecken des Kunstmarkts schließen. Sie geben unterbrochenen Künstlerbiografien sowie künstlerischen Nachlässen eine Bühne. Vera Mercer, Kevin Clarke, Detel Aurand oder Oliver Braig sind nur einige der Positionen, die 2026 im Fokus stehen und die es sich wiederzuentdecken lohnt. re:frame zeigt beispielhaft, wie Nachlassarbeit aktiv und sichtbar gestaltet werden kann: Etwa durch das Schaulager Adlmannstein oder den Nachlass des 2024 verstorbenen Karlsruher Künstlers Andreas Lau.
Ein zentrales Element sind auch 2026 die Sonderausstellungen der art karlsruhe: Die LBBW zeigt unter dem Titel „Digital Traces“ Positionen zur digitalen Gegenwart, von Isa Genzken bis Avery Gia Sophie Schramm. Stefanie Patruno, Direktorin des Kunstmuseums Karlsruhe, würdigt mit einer von ihr kuratierten Ausstellung das Werk des international renommierten Karlsruher Künstlers Rolf Behm. Die Sammlung Dietmar Kohlrusch bringt zentrale Werke der Pop Art, darunter Warhol, Haring, Lichtenstein, erstmals öffentlich nach Karlsruhe.
Auch 2026 bietet die art karlsruhe ein umfangreiches Rahmenprogramm. Täglich finden geführte Rundgänge mit ausgebildeten Kunsthistorikerinnen und -historikern statt, darunter Touren zu aktuellen Tendenzen, den kuratierten Sonderschauen, ausgewählten Highlights oder ein „Wegweiser für den Einstieg“ ins Kunstsammeln. Auf mehreren Bühnen bietet die Messe zudem Raum für Fachgespräche: Das ARTIMA art meeting widmet sich aktuellen Fragen rund um das Sammeln in der Gegenwart. Gäste wie Christiane Lange (Staatsgalerie Stuttgart) und Frédéric Bußmann (Staatliche Kunsthalle Karlsruhe) geben Einblick, wie Museen heute sammeln und vor welchen Herausforderungen sie dabei stehen. Thomas Rusche beschreibt in seinem Panel, wie man durch das Sammeln von Kunst reich und glücklich wird. Weitere Talks thematisieren Künstlermarketing, Künstliche Intelligenz und den Nachwuchszugang zum Markt. SWR Kultur lädt ebenfalls täglich zu Messetalks ein, und im Format von Monopol sprechen Fachleute über Positionen, Perspektiven und persönliche Erfahrungen.
Auch über die Messehallen hinaus entfaltet sich die art karlsruhe. „Die art karlsruhe ist mehr als ein Marktplatz der Kunst, auch wenn sie genau das im besten Sinne ist: ein Ort, an dem sich Angebot und Nachfrage in besonderer Weise treffen“, sagt Britta Wirtz, Geschäftsführerin der Messe Karlsruhe. „Sie verbindet Verkaufsplattform, Dialograum und Ort der Inspiration und macht die Freude am Kunstkauf ebenso spürbar wie die lebendige Verbindung zur Stadt. Ich freue mich auch in diesem Jahr wieder auf Tausende Besucherinnen und Besucher aus ganz Deutschland und aus dem Ausland, die nach Karlsruhe kommen und Kunst nicht nur bei uns auf der Messe, sondern auch bei großartigen Veranstaltungen in der ganzen Stadt erleben.“
Die Eröffnungsparty im Hallenbau im Foyer des ZKM am 5. Februar bringt Galerien, Institutionen und Kunstinteressierte zusammen. Am 6. Februar folgt Kunstrauschen, die Lange Nacht der Projekträume, die mit über 20 teilnehmenden Offspaces zeigt, wie vielfältig die Karlsruher Kunstszene ist. Abends steigt die After art Party im Nachtwerk mit einem internationalen DJ-Line-up rund um Move D, André Galluzzi und Shahrokh Dini. Am Samstag, 7. Februar, lädt die gallery:night zum abendlichen Rundgang durch Karlsruher Galerien, mit Afterglow im Hirschof. Ein kostenloser Shuttle bringt Besucherinnen von der Messe direkt in die Stadt. (dpa)
art karlsruhe, 5. bis 8. Februar 2026