31.07.2019 Weltkunst Redaktion

Nicht verpassen: 5 Ausstellungen im August

Kaari Upson in Basel, Lauren Greenfield in Humlebæk und Rudolf Horn in Dresden. Wir freuen uns auf diese Ausstellungen im August

Kaari Upson
Kunsthalle Basel, 30. August bis 10. November

Die amerikanische Bildhauerin füllte 2017 heißes Aluminium in Pepsi-Dosen, um die Limonadensucht ihrer Mutter zu verkohlen. Davor formte sie knautschweiche Kissen und harte Steine aus Urethan. Wir brennen darauf, zu sehen, was sie in Basel zum Thema „Familienheim“ anstellt.

Detail von Kaari Upson, „MMDP“, 2016 (Detail), Aluminum, Courtesy the artist and Sprüth Magers, Foto: Joshua White
Detail von Kaari Upson, „MMDP“, 2016 (Detail), Aluminum, Courtesy the artist and Sprüth Magers, Foto: Joshua White

„Der Sturm“ in Jena
Kunstsammlung Jena, 31. August bis 17. November

Auf die von Herwarth Walden 1910 in Berlin gegründete Zeitschrift „Der Sturm“ folgte zwei Jahre später die gleichnamige Galerie. Beide trugen zur Verbreitung neuer Kunststile wie Futurismus, Expressionismus oder Kubismus entscheidend bei. Der frische Wind wehte bis Jena: 1924 veranstaltete Walden im dortigen Kunstverein „Der Sturm – Die Gesamtschau“ mit Werken von Baumeister, Braque, Delaunay, Klee, Léger, Moholy-Nagy, Schwitters und vielen anderen. Aus Anlass des Bauhaus-Jubiläums wird an das avantgardistische Ereignis erinnert.

László Moholy-Nagy
Kunstbibliothek (Kulturforum), Berlin, 30. August bis 15. September

Hinter einem modernen Schriftbild steht ein zeitgemäßes Weltbild. Diese Lektion wollte der ungarische Künstler und Bauhausmeister László
Moholy-Nagy 1929 in Berlin vermitteln, als er 78 Schautafeln für seine Ausstellung „Wohin geht die typografische Entwicklung?“ schuf. Zur
Rekonstruktion der historischen Schau werden die pädagogischen Raritäten für zwei Wochen aus dem Depot der Kunstbibliothek geholt.

László Moholy Nagy, „Wohin geht die typographische Entwicklung?“, Ausstellungstafeln 2 + 16, Foto: Staatliche Museen zu Berlin, Kunstbibliothek
László Moholy Nagy, „Wohin geht die typographische Entwicklung?“, Ausstellungstafeln 2 + 16, Foto: Staatliche Museen zu Berlin, Kunstbibliothek

Soziales Design: Rudolf Horn
Kunstgewerbemuseum im Schloss Pillnitz, Dresden, 23. August bis 3. November

Wer in der DDR nach 1968 sein Feierabendbier trank, hat dabei vielleicht auf eine „MDW“ geguckt. Das Kürzel steht für „Möbelprogramm Deutsche Werkstätten“ und bezeichnet eine so moderne wie praktische Schrankwand aus Hellerau mit weißen Schleiflack-Seitenteilen und Fronten in Holzfurnier. Entworfen wurde das preiswerte, modulare und daher flexible Möbelsystem für den Eigenaufbau unter der Leitung des Gestalters Rudolf Horn von einem Kollektiv. Soziales Design im besten Sinne eben.

Generation Wealth
Louisiana Museum of Modern Art, Humlebæk, 22. August bis 26. Januar 2020

Würde ist unbezahlbar: Dieses Projekt der Fotografin Lauren Greenfield zeigt das haarsträubend alberne Leben der Ultrareichen – vergisst aber auch die Ärmsten nicht.

Lauren Greenfield, „Secret Moneii, 28, a stripper at Magic City who made nearly $20,000 during her first week at the Club, Atlanta, 2015“, Foto: Lauren Greenfield/INSTITUTE
Lauren Greenfield, „Secret Moneii, 28, a stripper at Magic City who made nearly $20,000 during her first week at the Club, Atlanta, 2015“, Foto: Lauren Greenfield/INSTITUTE

Service

Weitere Termine im August 2019

Art & Antique, Salzburg

10.-18. August

Dieser Beitrag erschien in

Weltkunst Nr. 152/2019