07.11.2017 Weltkunst Redaktion

Frau am Fenster: Leïla Menchari für Hermès

Das Modehaus Hermès würdigt die Schaufenstergestalterin Leïla Menchari mit einer Ausstellung im Pariser Grand Palais

Ein Dschungel, in dem sich Giraffe und Elefant gute Nacht sagen, Unterwasserwelten und futuristische Pferdeställe – Leïla Menchari verwandelte den Pariser Flagship-Store von Hermès über dreißig Jahre lang in Bühnen, für die kein Motiv zu ausgefallen war. Als Chefdekorateurin richtete sie die Schaufenster ein, in denen die neuesten Kreationen des Hauses nicht einfach nur präsentiert, sondern als Teil eines fantasievollen Ensembles ausgestellt wurden. 

Menchari, Foto: Atelier Guillaume de Laubier
Menchari, Foto: Atelier Guillaume de Laubier

Von Tunis ins Haupthaus von Hermès

Nachdem Menchari in ihrer Heimatstadt Tunis und in Paris Kunst studiert hatte, wollte sie eigentlich Opernkulissen entwerfen. Als sie Anfang der Sechzigerjahre zufällig zu einem Vorstellungsgespräch bei Hermès eingeladen wurde, war schnell klar, dass sie ihre Bühnen fortan hinter Glas bauen würde. „Zeichnen Sie mir Ihre Träume”, hatte man Menchari damals gebeten. Bis 2013 ließ sie ihre traumhaften Visionen in den Schaufenstern Wirklichkeit werden.

Mode im Museum

Nun können Besucher erneut in Mencharis Fantasiewelten eintauchen: Das Modehaus würdigt sie mit einer Ausstellung im Pariser Grand Palais. Acht Schaufenster-Szenen erinnern an Mencharis Werk.

Service

Information

Hermès à tire-d’aile – Les mondes de Leïla Menchari
Ausstellung vom 8. November bis 3. Dezember 2017
Grand Palais – Galerie Sud
Eintritt kostenlos