07.08.2017 Barbara Kutscher

New York, Asiatica, 11. bis 16. September

Mit allein sieben Auktionen bietet Christie’s in der New Yorker Asiatica-Woche (11.-16. September) die – auch geographisch – breiteste Auswahl. Sie wird aber immer noch von Chinesischem dominiert.  Am 14. September veraussert etwa die renommierte Londoner Handlung “Marchant” aus Kensington, die seit 1953 vor allem auf kaiserzeitliches Porzellan der Ming- und Qingdynastien, Jade und Cloisonne spezialisiert ist, in „Neun Jahrzehnte in chinesischer Kunst“ einiges aus dem Lager. Die 1925 gegrundete Firma wird heute von Richard Marchant und seinem Sohn Stuart gefuhrt, der dem Familienunternehmen in der dritten Generation angehort. Ein Höhepunkt des Angebots ist eine seltene, 70 Zentimeter hohe ”Famille Rose”-Porzellanvase mit Qianlong-Marke und aus der Periode (1736-95,  Taxe 300.000 Dollar). Chinesische Antiquitaten mit gemischten Provenienzen werden dagegen von der kastenformigen Ritualbronze “Ya Yi Fangding” (spate Shang-Dynastie, Anyang, 13.-11. Jh. v. Chr.) angeführt  (Taxe 2 bis 3 Millionen Dollar). Ausserdem stellte Christie’s einen Spezialkatalog “Frühe buddhistische Kunst aus japanischen Sammlungen” zusammen, der unter anderem ein seltenes vergoldetes Figürchen des stehenden Buddha (Korea, Vereintes Silla, 668-935, 18 cm, 80.000 bis 120.000 Dollar) listet.