Im März stehen bei den Abendauktionen von Christie’s in London und Hongkong drei Werke von Gerhard Richter im Fokus
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02.03.2026
In der Londoner Abendauktion für Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts werden am 5. März zwei Werke von Gerhard Richter aufgerufen. Das 1984 entstandene Werk „Schober (Haybarn)“ zeigt eine Scheune mit sonnenbeschienenem Heuhaufen. Das Motiv wählte Richter aus hunderten selbst aufgenommenen Fotografien aus und übertrug es in die Malerei. Anders als bei seinen abstrakten Werken, die häufig im Zusammenhang miteinander stehen, richtet sich der Blick in seiner Landschaftsmalerei auf das einzelne Bild. Die unscheinbaren Details des Alltags und die Ruhe der Szene waren für den Künstler dabei zentral. Bereits 2017 wurde das Gemälde bei Christie‘s in New York für 6,97 Millionen Dollar versteigert; zuvor befand es sich in der Sammlung von Emily und Jerry Spiegel.
Die zweite in London zur Auktion stehende Arbeit ist das „Abstrakte Bild“ von 1991, das zu einer markanten Reihe roter Abstraktionen gehört, die alle in jenem Jahr entstanden. Es war eines der ersten Male, dass Richter sich mit so einer Intensität auf eine einzige Farbe konzentrierte. Er fokussierte sich zwar auf die Farbe Rot, jedoch nicht auf einen einzelnen Rotton, sondern auf ein vielschichtiges Spektrum unterschiedlicher Nuancen. Unter der Oberfläche schimmern weitere Farben hervor und verleihen dem Bild Tiefe. So wird eine verhüllte Welt und nur teilweise freigelegte Bildebene angedeutet. In Hongkong wird im Rahmen der Abendauktion am 27. März ein weiteres rotes „Abstraktes Bild“ von 1991 versteigert.