Gerhard Uhlig (1924–-2015) ist durch seine konstruktivistisch-expressiven Ölbilder der 60er- und seine zwischen der Konkreten Kunst und der OP-ART positionierten Collage-Tuschezeichnungen der 70er-Jahre bekannt, hat aber auch ein beeindruckendes abstrahierend abbildhaftes Werk geschaffen. Gezeigt werden etwa 90 Arbeiten, sowohl frühe, eher noch kubistisch beeinflusste Werke, als auch solche, die vom Beginn des 21. Jahrhunderts stammen. Letztere weisen den für sein Spätwerk typischen Helligkeits- und Farbkontrast auf, bei denen die Motive noch erkennbar, aber durch Farbe, Form und Linie so verfremdet sind, dass, charakteristisch für die Kunsttheorie von Gerhard Uhlig, die Bildgestaltung in den Mittelpunkt der Betrachtung gelangt.
Gerhard Uhlig: o.T., 1990, Aquarell auf Bleistift; © Archiv Gerhard Uhlig