Am östlichen Rand des Ruhrgebiets, in Cappenberg selbst sowie im Kreis Unna überhaupt, spielt Bergbau eine prägende Rolle. Auch wenn das barocke Schloss auf dem Berg thront, wurde am Fuß des Berges die Schächte 6 und 7 der Zeche Haus Aden ab 1980 abgeteuft und in Betrieb genommen. Somit sind thematisch die Motive des Bergbaus und die damit verbundenen Menschen in den Werken von Alfred Schmidt (Remscheid 1930–1997 Gelsenkirchen-Buer) – vor allem die Zeichnungen, aber auch seine Texte – in die ländlich wirkende Umgebung kontextualisiert. Schmidts Werk ist somit wegweisend für die immer noch aktuellen Debatten über den Strukturwandel des Ruhrgebiets. Sein Werk verbindet Kunst, Industriegeschichte und kritisches Denken auf einzigartige Weise.
Alfred Schmidt: ohne Titel, ohne Jahr, Alfred-Schmidt-Haus, Gelsenkirchen; Foto: Thomas Kersten, Unna