Die Ausstellung erschließt erstmals das Werk des Siegerländer Fotopioniers Friedrich Wilhelm Bäcker (1858–1940). Seine rund 550 Glasplattennegative wirken wie eine Zeitkapsel und zeigen das Siegerland der 1910er Jahre – von Porträts über Naturstudien bis zu Szenen zwischen Landidyll und industrieller Moderne. In drei Kapiteln werden Motive und Kontexte eingeordnet und zentrale Fragen gestellt: Wer war Bäcker, was erzählen seine Bilder und wie „wirklich“ sind Fotografien? Eine Augmented-Reality-Anwendung erweitert ausgewählte Werke durch generative KI und regt zur Reflexion über Wahrnehmung und Konstruktion von Wirklichkeit an.
Friedrich Wilhelm Bäcker (1858-1940) Porträt von zwei Mädchen
Siegerland, Anfang des 20. Jh. © Siegerlandmuseum