Was sind Frauen? Schön, bunt, mysteriös, fesselnd, schnittig? Sind sie Körper und Blick, Erinnerung und Haltung, Rolle und Gegenentwurf? Oder liegt ihre Kraft gerade darin, dass sie sich jeder endgültigen Beschreibung entziehen? Die Ausstellung stellt diese Frage mit großer Leichtigkeit und zugleich mit Nachdruck. Sie zeigt ausschließlich Werke von Künstlerinnen, die Frauen darstellen: Frauenfiguren, Frauenkörper, Frauenbilder, innere Zustände und äußere Rollen. So entsteht ein lebendiger Dialog darüber, wie Frauen gesehen werden — und wie Künstlerinnen Frauen sehen, deuten, erfinden und behaupten. Alle fünf Künstlerinnen verbindet ihre Herkunft aus der ehemaligen DDR beziehungsweise ihre ostdeutsche Prägung.
Luise Neupert: „Xenia“, 1990, Scherenschnitt, 30,5 x 20,8 cm, Sammlung Neupert; Foto: Kulturstiftung Sachsen-Anhalt, Museum Lyonel Feininger, Ray Behringer