Mit ihrer ersten musealen Einzelausstellung in Oldenburg kehrt die multidisziplinäre Künstlerin Leyla Yenirce (*1992 in Qubînê) zurück in die Stadt, in der sie als Kind êzidischer Geflüchteter ihr erstes Zuhause in Deutschland fand. Diese biografische Verankerung bildet einen Resonanzraum für ihr künstlerisches Denken. In den Installationen, Gemälden und Videowelten der Ausstellung verbindet Yenirce globale Themen wie Migration, feministische Selbstbehauptung und mediale Machtstrukturen mit persönlichen Erinnerungen an konkrete Orte, Stimmen und Begegnungen. So inszeniert die Künstlerin prägende Sammlungsstücke des Museums und jugendlich wirkende Wandzeichnungen gleichwertig nebeneinander.
Leyla Yenirce, Orange, 2025 © Leyla Yenirce, Courtesy the artist and Capitain Petzel, Berlin, Photo: Gunter Lepkowski