Im November 1963 zog der venezianische Künstler Emilio Vedova (1919 – 2006) als Stipendiat der US-amerikanischen Ford Foundation für 18 Monate nach Berlin und arbeitete im ehemaligen Atelier des Bildhauers Arno Breker, dem heutigen Kunsthaus Dahlem. Bewusst kritisch setzte er sich mit der NS-Zeit und der jüngsten Geschichte des Landes auseinander und schuf Werke, die sich auf eben diesen Kontext bezogen. Neben Arbeiten auf Papier entstanden seine raumgreifenden „Plurimi“, die er zunächst in Modellen formal vorbereitete und die ihn intensiv beschäftigten. Auch die Künstlergruppe SPUR, die Lothar Fischer 1957 mitbegründete, interessierte sich für Vedovas höchst eigenständiges, international angesehenes Werk. Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Kunsthaus Dahlem (Berlin), der Fondazione Emilio e Annabianca Vedova (Venedig) sowie dem Emil Schumacher Museum (Hagen).
Emilio Vedova: „Omaggio a Dada Berlin ’64/’65 n. 13“, 1964-1965, Foto: Vittorio Pavan, Venedig