Acaye Kerunen (* 1981 in Kampala, Uganda) arbeitet interdisziplinär in der visuellen und darstellenden Kunst sowie in den Bereichen Film, Klang und Poesie und ist auch als Kuratorin tätig. Sie zählt zu den wichtigsten Stimmen Ostafrikas und vertritt Uganda in diesem Jahr zum zweiten Mal auf der Biennale in Venedig. Ihre skulpturalen und installativen Werke verbinden natürliche Materialien, traditionelles Handwerk und eine kooperative Kunstpraxis. Kerunen arbeitet mit Frauengemeinschaften in Uganda und nutzt Techniken wie Flechten, Knüpfen und Weben. Ihre Arbeiten thematisieren ökologische, soziale und koloniale Zusammenhänge. In Mies van der Rohes Haus Lange zeigen die Kunstmuseen Krefeld ihre erste museale Einzelausstellung in Deutschland.
Acaye Kerunen: NYAKOTHA – Alur für „The one who flies off“, 2023; © Acaye Kerunen, courtesy Galerie Lisa Kandlhofer, Wien