Die Konzept-Bildhauerin Andrea Pichl (* 1964) erhält den Ernst Franz Vogelmann-Preis für Skulptur 2026. Die renommierte Auszeichnung geht damit erstmals an eine Künstlerin, die in der DDR geboren und in Ost-Berlin aufgewachsen ist. Diese zweigeteilte Biografie bietet die Folie ihrer künstlerischen Arbeit, die sich im Kontext u.a. von Architektur und Stadtplanung mit dem Wechselverhältnis von öffentlichem und privatem Raum beschäftigt. Architektonische Baukörper, in Kombination mit Fotografien und Zeichnungen, spüren die Widersprüche von Geschichte und Geschichten auf und beleuchten zugleich wirtschaftliche, kulturelle und soziale Dimensionen im Verhältnis zwischen Ost und West.
Ausstellungsansicht: Andrea Pichl. Wertewirtschaft, Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie Berlin 2024/25, © Andrea Pichl, Foto: Marcus Bahra, kubix, Berlin