In Anja Luithles (* 1968) Bildern, Objekten, Installationen und Plastiken geht es um Verschwundenes und doch unterschwellig Vorhandenes. Ihr bevorzugtes künstlerisches Ausdrucksmittel ist Stoff. Im Umgang mit dem textilen Material entwickelt sie vielschichtige Bezüge zur menschlichen Existenz, zu Vergangenheit und Gegenwart, Umwelt und Konsumverhalten. In der Serie „Zeitspaltung“ schichtet sie hauchdünne Futterstoffe. Aus einem Container gerettete Stoffmusterzeichnungen werden durch Überdrucken sichtbar und unsichtbar. Ihre kinetischen Figuren sind Verhüllungen: Große Kleiderhülsen aus Metall umschließen imaginäre Wesen. Zu sehen sind neueste Arbeiten, ein Querschnitt ihres Schaffens sowie eine eigens für die Ausstellung konzipierte Großinstallation.