Der Künstler als Seismograph seiner Zeit und seiner Umgebung – auf diesen gemeinsamen Anspruch können sich der Bildhauer Johannes Hepp (* 1986) und der Maler Lars Theuerkauff (* 1968) einigen. Johannes Hepp ist ein Flaneur, der über die Menschen und das Menschsein nachdenkt. Auf seinen Wegen inspirieren ihn Fundstücke zu poetischen Figuren-Konstellationen. Aus Holzblöcken heraus sägt und schnitzt er Skulpturen – verspielt mit seinem leisen Humor und doch dem Abgrund nicht fremd. Lars Theuerkauf findet die „gewichtigsten Bilder“ unserer Gegenwart im Internet und überführt diese in umfangreiche Gemäldezyklen: das Selfie eines gefallenen Soldaten, ein verlorener Teddybär in den Trümmern, eine brennende Palme im Amazonas – Fragmente einer verwundeten Welt.
Johannes Hepp: o.T., 2026, Lindenholz bemalt, Glühbirne, Fassung, 10 x 10 x 14 cm
MARION EICHMANN – Papierschnitte
4. 9. – 18. 10. 2026