Kaum eine Kaufmannsfamilie der Renaissance steht für Handelsmacht und Reichtum wie die Fugger. Ihre Tätigkeiten umspannten die gesamte damals von Europa aus erreichbare Welt, Augsburg wurde zu einem Welthandelszentrum. Aber die Fugger waren auch bedeutende Kunstmäzene, die zahlreiche Künstler ihrer Zeit mit Aufträgen bedachten. Der 500. Todestag von Jakob Fugger dem Reichen (1459 – 1525), der das Handelsunternehmen zu einer ersten Blüte führte, ist würdiger Anlass, der Bedeutung der Fugger als Akteuren und Förderern der zeitgenössischen Kunstproduktion nachzuspüren. Die Kunstsammlungen & Museen Augsburg zeigen in Kooperation mit den Fürstlich und Gräflich Fuggerschen Stiftungen kostbare Kunstschätze aus dem Familienbesitz und Umfeld Jakob Fuggers des Reichen und seiner Nachfahren. Die eigenen Bestände werden dabei durch Leihgaben ergänzt. Präsentiert werden selten gezeigte Gemälde, etwa von Hans Maler, aber auch neu erworbener Schmuck und anderes Kunsthandwerk aus dem einstigen Besitz oder Umfeld der Fugger. Erstmals seit längerer Zeit ist Al¬brecht Dürers berühmtes Porträt Jakob Fuggers in diesem Zusammenhang wieder in Augsburg zu sehen.
Albrecht Dürer: „Bildnis Jakob Fugger der Reiche“, um 1520; © bpk | Bayerische Staatsgemäldesammlungen