Von Stuttgart aus lässt sich der Schwäbische Jura herrlich erkunden. Seine Frühgeschichte hat kostbare Spuren hinterlassen, junge Kunst findet sich in Reutlingen und Tübingen. Von Elisa Mussack
Die neue WELTKUNST feiert Freundschaft – erstmals gemeinsam mit AD Architectural Digest in einer besonderen Doppelausgabe. Freuen Sie sich auf inspirierende Geschichten über Kunst, Architektur und Design!
Wie Juwelen funkeln die Farben in Wassily Kandinskys kleiner Landschaft „Villa Seeburg am Staffelsee“ von 1911. Das erst kürzlich in einer Gelsenkirchener Privatsammlung entdeckte Gemälde in Öl auf Karton brachte bei Ketterer in München 4,4 Millionen Euro und damit mehr als das Doppelte seiner Taxe ein.
Die teuersten Gemälde von Ferdinand Hodler zeigen immer dasselbe Gewässer: Jetzt kletterte der „Sonnenuntergang am Genfersee von Caux aus“ (1917) bei Koller in Zürich auf 6 Millionen Schweizer Franken und erzielte damit das Doppelte seiner Schätzung. Es ist der zweithöchste Auktionspreis für ein Werk des Schweizers.
Der deutsche Bildhauer und Grafiker Gerhard Marcks hatte eine Vorliebe für Tierdarstellungen. In seiner Bronzeplastik „Sich niedertuende Kuh“ von 1949 findet sich eine interessante Dynamik: Die Kuh wird in einer Momentaufnahme abgebildet und in ihrer Formgestaltung abstrahiert. Der in der Bildgießerei Barth in Berlin entstandene Guss verbesserte sich bei den Ahrenshooper Kunstauktionen am 1. August von 12.000 auf 22.000 Euro.