16.02.2017 Gerd Presler

Karlsruher Melange - die Art Karlsruhe 2017

„Immer etwas Besonderes“ lautet das Motto von Ewald Karl Schrade, der die Art Karlsruhe zum 14. Mal betreut. Diesmal zeigen 210 Galerien aus zwölf Ländern ihre Künstler

„Immer etwas Besonderes“ lautet das Motto von Ewald Karl Schrade, der die Art Karlsruhe zum 14. Mal betreut. Diesmal zeigen 210 Galerien aus zwölf Ländern ihre Künstler. „Meiner Ansicht nach beruht die Anziehungskraft unserer Messe auf der richtigen Melange von Kontinuität und der Bereitschaft zur Weiterentwicklung“, erklärt Schrade. Zwei Namen stehen diesmal besonders im Fokus. In einer Sonderausstellung wird mit Tomi Ungerer ein Großmeister der Zeichnung präsentiert, vorrangig mit Werken des Sammlers Reinhold Würth; darunter viele, die nie zuvor öffentlich zu sehen waren. Zum anderen erhält Jonathan Meese den Hans-Platschek-Preis für seine „wunderbar überbordende Lust an der Sprache“, wie Florian Illies vom Berliner Auktionshaus Grisebach als Juror sein Votum begründet: „Meeses Texte sind in ihrer Wildheit, ihrer kühnen Sprachverbiegung, ihrem scheinbaren Irrwitz von großer Präzision und Schönheit.“

v.l.n.r.: Ewald Karl Schrade (Kurator und Projektleiter der art KARLSRUHE), Britta Wirtz (Geschäftsführerin der Karlsruher Messe- und Kongress-GmbH), Dr. Chris Gerbing (Kuratorin, Journalistin und Autorin), Maria Theresia Heitlinger (Unternehmenskommunikation Würth Group), Dr. Brigitte Baumstark (Leiterin der Städtischen Galerie Karlsruhe), (Foto: KMK / Jürgen Rösner)
v.l.n.r.: Ewald Karl Schrade (Kurator und Projektleiter der art KARLSRUHE), Britta Wirtz (Geschäftsführerin der Karlsruher Messe- und Kongress-GmbH), Dr. Chris Gerbing (Kuratorin, Journalistin und Autorin), Maria Theresia Heitlinger (Unternehmenskommunikation Würth Group), Dr. Brigitte Baumstark (Leiterin der Städtischen Galerie Karlsruhe), (Foto: KMK / Jürgen Rösner)

Gegenwartskunst und eine immer schon glänzend besetzte Abteilung mit klassischer Moderne prägen das Angebot der Messe. Was die Galerien Utermann, Ludorff und Henze & Ketterer aus dem deutschen Expressionismus, Maulberger und Nothelfer im Bereich der modernen Klassik anbieten können, zieht Sammler auch aus dem nahen Ausland an. Die Hauptvertreter von CoBrA finden sich bei DIE GALERIE, darunter Pierre Alechinsky, Karl Appel, Asger Jorn und der über 100 Jahre alte Zeitzeuge Karl Otto Götz. Zusammen lassen sie die Kunstgeschichte Revue passieren, randvoll mit etablierten und weiterführenden Positionen, überragenden Akteuren und immer neuen Entdeckungen.

Thole Rotermund hat eine zarte Zeichnung von Karl Hofer am Stand. Die Galerie Schwarzer zeigt ein altmeisterliches Gemälde aus dem Spätwerk von Otto Dix. Die Galerie Valentien aus Stuttgart bietet Kostbarkeiten von Willi Baumeister, die Brüder Schlichtenmaier Oskar Schlemmer. Der 80. Geburtstag von Horst Antes wird bei Utermann, Valentien und Koch gefeiert. Die Karls­ruher Galerie Knecht und Burster zeigt Franz Bernhard und seine Skulpturen in Holz und Eisen. Eine Messeneuerung: Es wird ein Kabinett für druckgrafische Arbeiten geben als neuen Anreiz für Sammler.