12.03.2016 Christiane Meixner

Art Innsbruck

Zum 20. Geburtstag macht sich die Art Innsbruck (28. bis 31. Januar) selbst ein Geschenk: eine zweite Messe, namens »Art Innsbruck Complementary«, die nun jeweils am Ende des Jahres stattfinden wird. Auch das Angebote aus dem 19. Jahrhundert wird ausgebaut. 

Im Angebot der Galería de Arte María Aguilar: Mònica Castanys’ Gemälde »Gallery Hotel« von 2015 (Foto: Galería de Arte María Aguilar)
Im Angebot der Galería de Arte María Aguilar: Mònica Castanys’ Gemälde »Gallery Hotel« von 2015 (Foto: Galería de Arte María Aguilar)

Schon zur 19. Ausgabe hatte sich einiges neu geordnet. Es gab den Umzug der 80 Teilnehmer in die größere Messehalle A und eine Erweiterung des Angebots um Antiquitäten aus dem 19. Jahrhundert, die Messeleiterin Johanna Penz als sinnvolle Ergänzung begreift. Tatsächlich beweist sich die Stärke der Art Innsbruck bei der Gegenwartskunst vor allem im Segment der figürlichen Malerei wie Skulptur. Dafür stehen nicht bloß Galerien wie Dikmayer aus Berlin, Augustin aus Innsbruck oder Markus Doebele, der Gemälde von Igor Oleinikov und Robert Weissenbacher mit auf die Messe bringt. Die Galerie Rhomberg, diesmal zuständig für die Sonderschau 2015, räumt zudem Mel Ramos eine umfassende Präsentation von Werken ein – und der amerikanische Pop-Artist lässt der Fantasie in seinen Nackedei-Tafelbildern erfahrungsgemäß wenig Spielraum. Konzeptkunst und andere Strömungen der zeitgenössischen Avantgarde sind in den Kojen eher seltene Gäste. Vor diesem Hintergrund überzeugt die Entscheidung für das 19. Jahrhundert. Zumal die Wurzeln der Messe, die als ein Forum für Auflagenkunst begonnen hat, auch jetzt noch sichtbar sind. So finden sich zwischen Unikaten Gemälden von Walter Nagl und Bruno Hess, der mit einem prachtvollen Blick auf das Matterhorn (1925) am Stand der italienischen Galerie Antichitá Gasperetti vertreten ist, signierte Lithografien (um 3000 Euro) wie Fotografien (um 10.000 Euro) von Man Ray im Angebot beim Wiener Kunsthandel Stock. Siebdrucke von James Francis Gill oder James Rizzi, eine Serigrafie von Kiki Kogelnik und ein Siebdruck von Hermann Nitsch bei Milionart schreiben dieses Kapitel in der Geschichte der Art Innsbruck 2016 fort.