Mexiko

Nach 20 Jahren: Kahlo-Werke in Mexiko ausgestellt

Kunstfans können erstmals seit langer Zeit berühmte Gemälde einer privaten Sammlung in Mexiko bewundern. Danach wandern die Werke dauerhaft nach Spanien

Von Weltkunst News
17.02.2026

Nach fast 20 Jahren sind in Mexiko erstmals wieder mehrere ikonische Werke der mexikanischen Künstlerin Frida Kahlo aus einer privaten Sammlung zu sehen. Gemälde wie „Selbstporträt mit Halskette“ und „Diego in meinen Gedanken“ zählen zu den zentralen Stücken der Ausstellung mexikanischer Kunst, die ab Dienstag im Museum für Moderne Kunst in der mexikanischen Hauptstadt läuft, wie das Kulturministerium mitteilte.

Bis zum 17. Mai sind insgesamt 68 Werke ausgestellt, zehn davon von Kahlo (1907-1954), die im 20. Jahrhundert vom Sammlerpaar Jacques und Natasha Gelman erworben wurden. Anschließend soll die Sammlung dauerhaft in einem neuen Kulturzentrum in Santander im Norden Spaniens untergebracht werden. Die Sammlung wurde 2023 von der Familie Zambrano gekauft, einer der wohlhabendsten mexikanischen Unternehmerfamilien.

Bei der Ausstellung „Moderne Erzählungen. Emblematische Werke aus der Sammlung Gelman Santander“ sind in Mexiko-Stadt ebenfalls bedeutende Gemälde von Künstlern wie Diego Rivera (1886-1957), Ehemann von Kahlo, sowie von Rufino Tamayo und David Alfaro Siqueiros zu sehen. 

Kultfigur und Vorreiterin des Feminismus

Kahlo ist die bislang teuerste Malerin der Geschichte. Ihr Bild „El sueño (La cama)“, das sie im Bett liegend zeigt, wurde vor drei Monaten in New York für 54,7 Millionen US-Dollar (etwa 48 Millionen Euro) versteigert. Damit wurde ein Rekord für ein Werk einer Künstlerin aufgestellt. 

Die mexikanische Malerin gilt auch als Kultfigur und Vorreiterin des Feminismus. Als Sechsjährige erkrankte sie an Kinderlähmung, mit 18 Jahren erlitt sie einen schweren Verkehrsunfall. Sie wurde über 30 Mal operiert und musste jahrelang ein Stahlkorsett tragen. Die ständigen körperlichen Schmerzen verarbeitete Kahlo in ihren Bildern. (dpa)

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