01.12.2017 Lisa Zeitz

Nicht verpassen: Die 5 Ausstellungen im Dezember

Fundstücke der Etrusker in Karlsruhe und Mumien in Hamm: Welche Ausstellungen Sie im Dezember nicht verpassen sollten, verrät der Blick in unsere Monatsvorschau.

Messkirch,
Messkirch, "Madonna mit den vierzehn Heiligen des Zimmerschen Hauses", 1536 (Foto: Staatsgalerie Stuttgart)

Der Meister von Meßkirch
Staatsgalerie Stuttgart
8. Dezember bis 2. April 2018

Sein Name ist nicht überliefert, aber sein Werk ist genial: Die Staatsgalerie Stuttgart widmet dem Maler an der Schwelle von der Gotik zur Renaissance die erste umfassende Ausstellung überhaupt. „Katholische Pracht in der Reformationszeit“ lautet der Untertitel der Schau. Sie zeigt auch andere Künstler, die vor rund 500 Jahren im oberschwäbischen Raum tätig waren, doch besonders lebendig wirken die Figuren des Meßkirchner Meisters: zum Beispiel auf dem Wildensteiner Altar, auf dem er 1536 die „Madonna mit den vierzehn Heiligen des Zimmerschen Hauses“ (o.) dargestellt hat.

Bronzestatue des Redners Avle Metele
Bronzestatue des Redners Avle Metele (Foto: Florenz, Museo Archeologico Nazionale, Inv. 2)

Die Etrusker
Badisches Landesmuseum, Karlsruhe
16. Dezember bis 17. Juni 2018

Das rätselhafteste Volk des antiken Italien erwacht zu neuem Leben, wenn spektakuläre Fundstücke und stimmungsvolle Rekonstruktionen die Welt der Etrusker auferstehen lassen. Auch die lebens­große Bronzestatue des Redners Avle Metele (o.) aus dem Archäologischen Nationalmuseum Florenz wird die Reise nach Karls­ruhe antreten.

Florian Köhler & Lothar Fischer
Kunsthalle Schweinfurt,
8. Dezember bis 8. April 2018

Künstlerfreundschaft: Seit den Sechzigerjahren kann­ten sich der Maler Florian Köhler (1935–2013) und der Bildhauer Lothar Fischer (1933–2004), Mitbegründer der Gruppe SPUR. Die Kunsthalle inszeniert eine Begegnung ihrer Bilder und Skulpturen.

Mumien
Gustav-Lübcke-Museum, Hamm
3. Dezember bis 17. Juni 2018

Starke Nerven oder Lust am Schaurigen braucht man für den Besuch der Ausstellung, die den „Traum vom ewigen Leben“ auf verschiedenen Konti­nenten von der kunstvollen altägyptischen Leiche bis zum südamerikanischen Mumienbündel darstellt.

Goldener Juwelenkragen der Kaiserin Agnes (Foto: Kunstgewerbemuseum Berlin, Schloss Köpenick)
Goldener Juwelenkragen der Kaiserin Agnes (Foto: Kunstgewerbemuseum Berlin, Schloss Köpenick)

Der Mainzer Goldschmuck
Hessisches Landesmuseum, Darmstadt
8. Dezember bis 11. März 2018

Einen „Kunstkrimi der deutschen Kaiserzeit“ er­zählen die mittelalterlichen Juwelen, die 1880 zufällig bei Bauarbeiten in Mainz gefunden wurden, darun­ter der goldene Juwelenkragen der Kaiserin Agnes (o.) und die große Adler­fibel der Kaiserin Gisela aus der Zeit um 980/1000. Der einmalige Schatz ist nun erstmals wieder voll­ständig zu sehen.

Weitere Termine im Dezember

Art Basel Miami Beach, 7. bis 10. Dezember