30.08.2017 Tim Ackermann

Die besten Ausstellungen im September

Eine große Schau des Designerduos Charles & Ray Eames im Vitra Design Museum in Weil am Rhein und die beiden Maler Bonnard – Matisse im Städel Museum in Frankfurt. Weitere Highlights in unserer Monatsvorschau.

Charles & Ray Eames,
Charles & Ray Eames, "Lounge Chair" (Foto: Eames Office LLC)

Charles & Ray Eames
Vitra Design Museum, Weil am Rhein
30. September bis 25. Februar 2018

Im Jahr 1956 legte sich der Sessel eine ordentliche Prise kalifornische Lässigkeit zu: Charles & Ray Eames erfanden ihren Lounge Chair. An diesen und viele andere legendäre Entwürfe des Designerpaars aus Los Angeles erinnert eine große Werkschau.

Matisse – Bonnard
Städel Museum, Frankfurt
13. September bis 14. Januar 2018

Als „Fauve“ (also als „wildes Tier“) wurde Henri Matisse zu Beginn des 20. Jahrhunderts verspottet. Das kann man sich heute kaum noch vorstellen, wenn man auf die harmonischen Farbklänge und das recht aufgeräumte Ambiente eines Bildes wie „Pianist und Schachspieler“ von 1924 blickt. (Gut, die Wände sind schief, aber das ist schließlich die Moderne.) In Frankfurt trifft in einer mit Leihgaben aus London, Paris oder den USA gespickten Schau der große Farbjongleur Matisse auf den in Koloritfragen ebenfalls nicht zimperlichen Postimpressionisten Pierre Bonnard. Die beiden Maler verband eine Freundschaft – das kann man lesen und vor allem sehen!

Bartolomeo Passarotti,
Bartolomeo Passarotti, "Männliche Kopfstudie", 1550 (Foto: Museum Kunstpalast, Sammlung der Kunstakademie Düsseldorf)

Italienische Zeichnungen
Musée d’art et d’histoire, Genf
29. September bis 7. Januar 2018

Disegno – das meint eben nicht nur die geniale Idee des Künstlers, sondern im Folgeschluss auch die Zeichnung, die das Knochengerüst seiner Kunst schafft. Man sieht das etwa in Bartolomeo Passarottis „Männlicher Kopfstudie“ (1550). Die Kunstakademie Düsseldorf schickt rund 100 Blätter aus dem 15. und 16. Jahrhundert nach Genf.

Ferdinand Hodler
Bundeskunsthalle, Bonn
8. September bis 28. Januar 2018

Andere Jugendstilkünstler konzentrierten sich auf Küsse oder Schwäne, bei Ferdinand Hodler durften auch Holzfäller oder andere arme Schlucker mit aufs Bild. Wie elegant sie der Schweizer dabei malte, zeigen rund 80 Leinwände.

10 American Artists
Zentrum Paul Klee, Bern
15. September bis 7. Januar 2018

Was Jackson Pollock, Mark Tobey oder Robert Motherwell an Paul Klee schätzten? Neben dessen freiem Umgang mit Farbe war es wohl das unglaubliche Rhythmusgefühl des Expressionisten, Konstruktivisten und Bauhaus-Lehrers, das in die Bilder kommender Generationen hineinwirkte. Mit Unterstützung der Phillips Collection in Washington führt das Zentrum Paul Klee vor Augen, wie Klees Kunst made in Germany das Herz der amerikanischen abstrakten Expressionisten zum Schlagen brachte.

 

Weitere Termine:

 

Berlin Art Week, 12. bis 17. September