Lucian Bernhard (1883-1972) gilt als der bedeutendste Künstler der deutschen Plakatkunst zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Der Posterdesigner, der bürgerlich Emil Kahn hieß und eigentlich mit 18 Jahren nach Berlin kam, um Schauspieler zu werden, hatte schnell erkannt, dass das zunehmende Tempo des Großstadtlebens eine schnelle Wahrnehmung der beworbenen Produkte erforderte. Er setzte somit auf Vereinfachung und Verkürzung, die meist aus einem Primat des Motivs bestand und oft gänzlich zulasten des Textes fiel. Zu sehen ist dieser Stil auch auf dem abgebildeten Plakat, das Bernhard 1910 für den Zigarettenhersteller Manoli entwarf. Es zeigt eine geöffneten Zigarettenschachtel. Im Hintergrund wird der Markenname präsentiert. Bei Bassenge in Berlin wurde das 69,5 mal 95 Zentimeter große Plakat am Mittwoch versteigert. Mit einem Zuschlag bei 9000 Euro blieb es deutlich unter der Taxe von 12.000 Euro.
Mehr…Die griechische Mythologie wird nicht nur regelmäßig als Vorlage diverser Hollywood-Filme genutzt, sie dient auch immer wieder als Inspiration in der Kunst. Auch Wolfgang Mattheuer (1927 – 2004), einer der Hauptvertreter der sogenannten Leipziger Schule, ließ sich vom antiken Griechenland inspirieren und bildete mit seiner im Jahr 1975 gefertigten Bronze die Figur des Sisyphos ab. Der Sage nach verspottete Sisyphos die griechischen Götter, indem er zweimal dem Tod entkam. Zur Strafe wurde er dazu verdammt, eine nie endende Arbeit zu erledigen – die oft zitierte Sisyphosarbeit. Eingefangen in eine dynamische Bewegung rennt Mattheuers Sisyphos in einem Stahlrad. Mitten in der Bewegung und nur mit dem linken Schuh das Rad berührend, nimmt sein nackter Oberkörper die Rundung des Rads auf. Das Kunstwerk wurde am 7. Oktober im Kunstauktionshaus Leipzig von 25.000 auf 33.000 Euro gesteigert. Neben dem Bronze-Sisyphos kamen auch mehrere Gemälde von Johannes Grützke (1937 – 2017) zum Aufruf, darunter seine großformatige mehrfache Mordszene „Authentizität – Realität – Idealität – Demut“, die von 28.000 auf 30.000 Euro gehoben wurde.
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