16.05.2017 Susanne Lux

Das Runde muss ins Eckige - Antiquitäten bei Mehlis

Ein Eckschrank in Gestalt eines Baumstamms ist eines der besonderen Stücke, die Mehlis in Plauen vom 18. bis 20. Mai versteigert

Es ist ein kurioses Möbelstück, das einst König Albert von Sachsen von seiner Gemahlin Carola im Jahr 1879 zu Weihnachten geschenkt bekam: ein Gewehrschrank in Form eines Baumstammes (Abb.). Das seltene Stück stammt aus der Möbelfabrik Otto Schubert in Dresden und sollte wohl im Jagdschloss stehen. Eine Plakette im Inneren ist mit Hersteller und Widmung versehen. Das Auktionshaus Mehlis in Plauen bietet das ausgefallene Möbel zu einem Limit von 10.000 Euro an. 

In der Sonderauktion „Historische Baustoffe“ wartet eine zehn Meter hohe Straßenlaterne aus der Kunstgießerei Lauchhammer auf Liebhaber. Sie wurde nach Vorlage der sogenannten Schupmann-Kandelaber gefertigt, die aus Berlin bekannt sind. Mindestens 9500 Euro soll sie kosten. Seltenheitswert hat auch ein Henkelkorb des Wiener Entwerfers Josef Hoffmann. Er wurde so nur sechs Mal hergestellt und ist daher auf 6000 Euro limitiert. 

Service

Abbildung

Eckschrank, König Albert von Sachsen, 1879, Dresden, Otto Schubert (Foto: Mehlis, Plauen)

Auktion

Mehlis, Plauen
18. bis 20. Mai

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Dieser Beitrag erschien in

WELTKUNST Nr. 129/2017