18.04.2017 Frank G. Kurzhals

Ein kleiner König und ein Ponyhäuptling

Quentin wartet am 22. April mit höfischen Porträts und Highlights der Berliner Bildhauerkunst auf

Das Auktionshaus Quentin lockt bei seiner diesjährigen Frühjahrsauktion mit einer Reihe von günstigen Taxen im Bereich des Skulpturenangebotes. Eine der populären Plastiken von Georg Kolbe zählt dabei zu den Highlights. Die „Sitzende“ stammt aus einem Berliner Nachlass und ist als Frühguss mit verlockenden 30.000 Euro durchaus günstig taxiert. Mit ihrer Höhe von gut 28 cm, Monogramm und Datierung auf 1926 zeichnet sie eine schöne mittelbraune Patina aus. Gegossen wurde die Bronze bei „H. Noack, Berlin Friedenau“, wie der Gießereistempel vermerkt. Es ist einer von 66 Lebzeitgüssen des Künstlers.

Eine andere Skulptur aus dem 500 Objekte umfassenden Angebot an Gemälden, Porzellan, Silber, Möbeln und Schmuck stammt von Renée Sintenis. Es ist der seltene auf einem Marmorsockel montierte „Ponyhäuptling“, geschaffen 1940 (Taxe 5000 Euro). Das Shetlandpony hat ebenfalls eine schöne goldbraune Patina, ist monogrammiert und mit dem Gütesiegel der Gießerei „Noack“ versehen. Auch dieses Werk aus Berliner Privatbesitz dürfte schnell seine Liebhaber finden. Von höfischer Eleganz sind zwei als Erwachsene inszenierte Kinder aus dem 18. Jahrhundert (Taxe 10.000 Euro).

Hofmaler des 18. Jh., Porträt wohl Wilhelmine, Schwester des späteren Freidrich II., als Kind, eines von zwei Gegenstücken, Öl/Lwd., 46x33cm (Foto: Quentin, Berlin)
Hofmaler des 18. Jh., Porträt wohl Wilhelmine, Schwester des späteren Freidrich II., als Kind, eines von zwei Gegenstücken, Öl/Lwd., 46x33cm (Foto: Quentin, Berlin)

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Abbildung

Hofmaler des 18. Jh., Porträt wohl Friedrichs II. als Kind, eines von zwei Gegenstücken, Öl/Lwd., 46x33cm (Foto: Quentin, Berlin)

Auktion

Quentin, Berlin
22. April

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Dieser Beitrag erschien in

WELTKUNST Nr. 127/2017