Seit sechs Jahrzehnten befasst sich der Künstler und Architekt Thomas Weil (*1944) mit dem Ornament in Architektur, Kunst und Design und entwickelt es stetig weiter. Bereits in den 1970/80er-Jahren verwirklichte er seine Ideen bei der Gestaltung der Außenanlagen des Olympischen Dorfs in München und in der Innenarchitektur des Ismaili Centre in London. Die Schau gibt einen Überblick über sein vielfältiges Schaffen. In einer eindrucksvollen Installation des Augsburger LAB BINÆR – Labor für Medienkunst werden seine Kunstwerke erstmals in animierter Form projiziert und scheinbar endlos vervielfältigt gezeigt. Bereits 2008 schuf Weil für das Museum mit „BLOOM IN“ einen prachtvollen Monumentalteppich; für die aktuelle Schau sind zwei neue Ornamentteppiche entstanden.
Thomas Weil: „BLOOM IN“, 2008; Foto: Wolfram Grzabka