Erneut ist in Frankreich in ein Museum eingebrochen worden: Gestohlen wurde ein 2.500 Jahre alter, weltweit einzigartiger keltischer Goldhalsreif. Das Land ergreift nun Maßnahmen
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29.07.2026
Nach dem Diebstahl eines einzigartigen keltischen Goldschmucks aus einem Museum in Burgund will die französische Regierung besonders gefährdete Kunstschätze besser schützen. Demnach sollen besonders sensible Exponate vorübergehend aus den Ausstellungen genommen und an sicheren Orten verwahrt werden – bis ihre Präsentation besser gegen mögliche Angriffe geschützt ist.
Bei dem Einbruch in das Museum von Châtillon-sur-Seine am Freitag wurde der rund 2.500 Jahre alte Torque von Vix gestohlen – ein kunstvoll gearbeiteter goldener Halsreif und eines der bedeutendsten Zeugnisse der keltischen Kultur in Europa.
Wie inzwischen bekannt wurde, betraten die Täter das Museum als Besucher, schlugen eine gesicherte Vitrine ein und entkamen mit dem Goldhalsreif. Laut Ermittler wurde inzwischen ein Tatverdächtiger festgenommen.
Mit dem Diebstahl des Torque von Vix setzt sich eine Serie von Einbrüchen und versuchten Diebstählen in französischen Museen fort. Seit dem spektakulären Einbruch in die Apollo-Galerie des Louvre im Oktober vergangenen Jahres steht die Sicherheit von Kultureinrichtungen verstärkt im Fokus.
Mit dem 33-Punkte-Paket will das Kulturministerium nun gegensteuern. Dazu gehören eine landesweite Erfassung besonders gefährdeter Häuser, unangekündigte Sicherheitsüberprüfungen durch Spezialisten des Ministeriums sowie zusätzliche Schulungen für das Museumspersonal.
Welche besonders gefährdeten Exponate vorübergehend aus den Ausstellungen genommen werden sollen, ließ das Ministerium aus Sicherheitsgründen offen. Originale sollen nach dem Willen der Ministerin jedoch nicht durch Kopien ersetzt werden. (dpa)