Die Schau mit Arbeiten von Daniela Baumann un I-Shu Chen vereint archaisch anmutende Werke und Werke klarer geometrischer Ordnung und dynamische Expression. Baumann (*1960) entwirft in ihren Zeichnungen + Druckgrafiken auf großformatigen Papierbögen elementare Bildwelten mit naturhaften Strukturen, im Spannungsfeld zwischen Figuration und Abstraktion. Für ihre teils monumentalen Tusche- und Kohlezeichnungen nutzt sie gefundene Hölzer, die sie eigenhändig köhlert und zu Zeichenkohle verarbeitet.
Chen (*1970) zeigt in seiner Serie „Fake Landscape“ minimalistisch anmutende Zeichnungen und Malereien, die ihren Ursprung in der Markierung von Städten, Landschaften und Gärten auf historischen chinesischen Landkarten haben. Lineare Strukturen und vielfältige Farbnuancen auf unterschiedlich gestalteten Hintergründen lassen ebenso streng konstruktive wie gestisch offene Räumlichkeiten entstehen.
I-Shu Chen: o.T., 2025, 60 x 84 cm, aus der Serie „Fake Landscape“ (2020 – 2026); © I-Shu Chen