06.07.2026 - 11.10.2026 Ausstellung

EWALD MATARÉ. »Nichts ohne Natur«. Tierplastiken

Der Bildhauer Ewald Mataré (1887 – 1965) beginnt seine Laufbahn
als Maler in Berlin. Ein Aufenthalt auf der Nordseeinsel Wangerooge
im Sommer 1920 bringt einen entscheidenden Richtungswechsel:
Über das Experimentieren mit angeschwemmten Fundhölzern gelangt
Mataré zur Bildhauerei. Auf diesem Gebiet wird er zu einer der prägenden
Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts in Deutschland. Tiere sind Matarés zentrales Thema und Motiv. Aus der direkten Beobachtung destilliert er die für ihn typischen zeichenhaft abstrahierten Skulpturen – stets aufs Neue sucht der Künstler nach Formen für
»Wesen« und »Essenz«. Dass Matarés elegant stilisierende Formensprache nationalsozialistische Verfemung nicht nur überdauert, sondern in der jungen Bundesrepublik nachhaltige Wirkung entfalten kann, liegt auch an einer erfolgreichen
Lehrtätigkeit an der Düsseldorfer Kunstakademie; zu seinen Schülern
zählt auch Joseph Beuys. Die Ausstellung zeigt rund 70 plastische Werke und Arbeiten auf Papier aus dem Museum Kurhaus Kleve.

Ewald Mataré: »Zeichen eines Pferdes«, 1945, Museum Kurhaus Kleve – Ewald Mataré-Sammlung; © VG Bild-Kunst 2026, Foto: Annegret Gossens

Veranstaltungsdetails

Ernst Barlach Haus

Jenischpark, Baron-Voght-Str. 50A, 22609 Hamburg, Deutschland
Öffnungszeiten: N;

Tel 040 826085
info@barlach-haus.de
www.barlach-haus.de